You Can’t Judge A Book By It’s Cover

U1_netzwerkDie Realtät hat die Form einer Hose: Wenn du an einem Punkt eine Entscheidung triffst, dann rutschst du ins eine Hosenbein oder ins andere. Die Entscheidung selbst, genau wie die Folgen, sind indessen Teil eines ganzen Netzes, in dem im Grunde alles mit allem verbunden ist. Also ist die Hose eine Strumpfhose mit vielen grossen Löchern. Warum ausgerechnet mit grossen Löchern? Na damit man die Beine sieht…

Habe mir das Buch vorsorglich nicht gekauft, denn soviel wie das Cover verspricht, kann das Buch gar nicht halten.

Von Piraten und Augenklappen

Ich gebe es zu, als Knirpserich war ich besessen von Piraten. Peter Blum, mein Leher in der 3. und 4. Klasse, kann heute noch ein Lied davon singen.
Darin jedoch eine erotische Komponente entdecken zu wollen würde den Bogen doch etwas überspannen. Das dachte ich zumindest bis jetzt. Denn nun musste ich feststellen, dass Angelina Jolie im Film Sky Captain eine Augenklappe trägt und damit weit besser aussieht als bei irgend einer anderen Gelegenheit.
Und da Augenklappen seit jeher die Insignien eines Piraten sind, kommen mir allmählich Zweifel im Bezug auf das kategorische zurückweisen der Möglichkeit eines freibeuterischen Sexappeals.
Weitere verführerische Beispiele, wenn auch ohne Augenklappen und eher fürs andere Geschlecht, sind zweifellos Jonny Depp als Captain Jack Sparrow, Burt Lancaster als Captain Vallo (obwohl es in diesem Fall vielleicht auch an den Legins lag) oder Douglas Fairbanks als der Schwarze Pirat.

Von der Wanderslust der Seele

Eine uralten Sage zufolge soll sich einst ein Indianer, der eine längere Strecke mit dem Bus zurückgelegt hat, am Ziel erst mal für drei Tage hingesetzt haben, bevor er mit dem begann, wozu er dorthin gekommen war. Er warte, antwortete er, als man ihn auf das seltsame Verhalten ansprach, bis ihn seine Seele eingeholt habe.
Das wirft natürlich die Frage auf, wie schnell denn so eine Seele überhaupt ist? Es würde naheliegen anzunehmen, dass sie sich so schnell bewegen kann, wie ein Mensch aus eigener Kraft es auch kann. Gehört da aber das Velo auch dazu? Oder der freie Fall?
Wie dem auch sei, wenn sie nun so hinter mir herzottelt, während ich mit dem Jumbo-Jet auf einen anderen Kontinent zudüse, folgt sie dann exakt meinem Weg oder nimmt sie eine Abkürzung? Und kennt die Seele Hindernisse, die sie so wenig zu durchdringen vermag wie Supermans Laserblick eine Bleiplatte?
Und wenn Lernen in einem homöopatisch esotherischen Verständnis bedeutet, etwas mit der Seele in Berührung zu bringen, werden dann Ort, die meine Seele durchwandert hat zu meinen eigenen Erfahrungen?
Nimmt meine Seele Notiz von der Umwelt die sie Durchwandert? Verlangsammt sie sich messbar, wenn sie durch Hugh Hefners Anwesen pilgert? Und wie genau nimmt sie es mit der Abkürzung, wenn sie am Playboy Mansion vorbeiziehen sollte?

Nachtrag 23.6.2013:
Wie fühlt es sich an, wenn die Seele meinen Körper eingeholt hat?
Wenn dieser Moment spürbar ist, kann man die ganze Sache wissenschaftlich untersuchen.

Caliente!

U1_CalienteEine kleine Expedition bestehend aus zwei SmUPpianern wagte sich ins Getümmel des diesjährigen Festival Tropical am Helvetia-Platz. In erstaunen versetzen diese insbesondere zwei Sachen. Zum einen der zentrale Standort des Raclett-Standes und zum anderen die unergründlichen Tiefen der zur Schau getragenen Ausschnitte.
Letzteres führt jedoch im Zusammenhang mit der schier unfassbaren Kürze der Beinkleider zu einem raum-topologischen Paradoxon, das zu ergründen unseren Forschern jedoch der Mut fehlte.
Interessant war auch die Capoeira-Massen-Schlägerei. Vor allem als sich die beiden auch hineinwarfen und ihre Ziele nicht verfehlten.

Frauen & Schuhe

Natürlich bietet der Sommer viele schöne Aus- und Einblicke, doch mit einer Sache schaffe ich es einfach nicht, mich anzufreunden.
Sandaletten, so sexy diese an den Füssen der liebreizenden Damen auch aussehen, so erregend deren Stakkato auch klingt und so endlos die Beide dadurch auch wirken, das Schmatzen an den Schweissfüssen ist nicht wirklich ein Gewinn.

Sportwagenfahrer

U1_ferrari-babe-11Ist Euch schon mal aufgefallen, dass Ferrari-Fahrer tatsächlich diese Ferrari-Mützen, -Jacken, -Schlüsselanhänger, -Hosen, -Socken und -T-Shirts tragen? Ich hielt das für einen Grossstadtmythos, aber heute sind doch tatsächlich drei von diesen Ensemles an mir vorbeigerollt.
Ich möchte aber anmerken, dass ich keine Garantie dafür übernehme, dass es tatsächlich Ferraris waren. Für mich sind alle roten Sportwagen mit Blondinen auf dem Beifahrersitz Ferraris.

Denk-Diet

Wie allgemein bekannt – so fangen bekanntlich alle guten Diet-Rezepte an – verbraucht das menschliche Gehirn überproportional viel Energie: bei Erwachsenen gut einen drittel und bei Kindern sogar fast die hälfte.
Ich schlage im Einklang mit dieser Erkenntnis eine Denk-Dich-Schlank-Diet vor. Ich setze aber nicht auf Autosuggestion, wie andere Dieten es tun, sondern auf moral-politische Knacknüsse.
Und das coole daran ist, man nimmt nicht nur ab, sondern leistet auch seinen Beitrag zum Weltfrieden.

Blickschlagzeilen I

In gewissem Sinne sind die Blickschlagzeilen die Orakelsprüche unserer Zeit. Beim ersten Hinschauen ist es einfach nur beknackt, beim zweiten Blicke jedoch eröffnet sich dem interessierten Betrachter der bodenlose Abgrund der Beknacktheit.

Die heutige Schlagzeile lautete:

GUETS MÖRGELI, HERR BLOCHER

Künstler in Hollywood

Kürzlich hörte ich in einem Making-of einen mir unbekannten Regisseur oder Produzenten sagen, dass die grossartigsten Künstler unserer Zeit in Hollywood zu finden seien.
Das gab mir ein bisschen zu denken. Er hat natürlich recht, wenn er sagt, dass das Know-how dort atemberaubende Dimensionen annehme, und es mag durchaus auch stimmen, dass sich in Hollywood tatsächlich begnadete Küstler rumtreiben, doch das, was Hollywood klassicherweise produziert, als Kunst zu Bezeichnen, scheint mir auf eine leichte begriffliche Verwirrung hinzudeuten oder – was noch schlimmer und gleichzeitig symptomatisch wäre – auf eine Adelung seiner selbst.
Meines Erachtens wohnt der Kunst nämlich stets etwas subversives inne, etwas das unsere Dogmen ins Wanken geraten lässt. Hollywood macht gerade das Gegenteil, es zementiert den Status quo, auch wenn bisweilen subversive Element zum Einsatz kommen.
Kunst in Hollywood ist im Grunde kein Wiederspruch in sich, doch für den Superlativ reicht es trotzdem nicht ganz. Der passt bei denen wohl eher zum Geldmachen.

Endlager

Einer gutunterrichteten Quelle zufolge sind auf der Innenseite der Rauchalarmmelder Kleber mit einem kleinen Nuklear-Logo angebracht. (Vorsicht, das Abmontieren eines solchen Melders löst den Alarm aus!)
Das erklärt natürlich, weshalb wir in der Schweiz mit so wenigen Endlagern auskommen und woher all die Zombies stammen, die wir beim Zocken auf dem PC reihenweise abmurksen.

Star Wars III

Na ja… So als Daily Soap im Fernsehn wäre es sicherlich Klasse, aber im Kino? Ich weiss nicht…

Die Episoden IV bis VI waren im Grunde auch nichts anderes als Koboi-Filme im Weltraum, aber was solls, sie hatten Charm und haben unsere Fantasie beflügelt. Das Problem ist nun aber, dass sich unsere Fantasie weiter entwickelt hat, doch knüpfen die Episoden I bis III unmittelbar am Original an und vergessen irgendwie, dass seither 20 Jahre vergangen sind, in denen wir nicht bloss dump auf die Fortsetzung gewartet haben.
Mr. Lucas, es mag sie erstaunen, doch nicht allein unsere Ansprüche in Sachen Tricktechnik sind gewachsen. Und die Ironie am Ganzen ist, dass es ausgerechnet Star Wars war, das uns gelehrt hat unsere Ansprüche kontinuierlich hochzuschrauben.

Ach ja, und wo wir schon dabei sind, wie um der Macht Willen, kann etwas im Weltraum vom Fahrtwind weggerissen werden?

Der Buntspecht

Heute hat mich das Klopfen eines Spechtes geweckt. Ich muss mir unbedingt mal wieder Tom Robbins zur Brust nehmen und ihn fragen, wie es um den Mond am Anfang des 21. Jahrhunderts bestellt ist.