Meine unheilige Allianz mit den christlichen Fundis

Klar kümmern ihn die Föten!!!

Davon bin ich genauso überzeugt wie es die Gläubigen sind!1

Bloss aus gänzlich verschiedenen Gründen:
Sie, weil es ihrer Ansicht nach die einzig richtige Position ist für einen lieben (und naiven und jähzornigen) Gott.
Ich dagegen aufgrund folgenden Kalküls: Was passiert mit den Seelen der abgetriebenen Föten? Sie kommen natürlich schnurstracks in den Himmel2. Und indem Gott die Abtreibung verbietet, verhindert er, dass der Himmel von Föten-Seelen3 überschwemmt wird. Nun ja, mit dem Verbot bringt er den Strom natürlich nicht völlig zum Versiegen, denn bei fast der hälfte aller befruchteten Eizellen kommt es zu einem Abgang, aber jede Seele zählt…

Gott erschuf die Welt und als er die Menschen sah, sprach er:
„Gut und jetzt muss ich mir überlegen, wie ich verhindern kann, dass ich mit denen die Ewigkeit verbringe.“
Und so nutzt er den Umstand, dass nichts den Zutritt zum Himmel zuverlässiger verhindert als das Leben selbst.

  1. Selbst wenn ich damit die etwas seltsame Position vertreten muss, dass nichtexistente Wesen etwas wollen können. Sie tun es nicht wie wir durch neuronale (oder dazu im weitesten Sinn analoge) Prozesse, sondern durch narrative: Die Kohärenz der Geschichte verlangt es von ihnen. Und so sorgt sich Gott um ungeborene Muggel wie Lord Voldemort sich um reinblütige Zauberer sorgt (Wobei ich die beiden deshalb aber nicht automatisch als Antagonisten betrachten würde).
  2. Ich meine, sie können ja schwerlich schon Sünder sein, die die ewigen Höllenqualen verdienen!
  3. Es war mir schon immer ein Rätsel, mit welchem „Alter“ die Seelen in den Himmel kommen? Tatergreise möchten die Ewigkeit nicht verschrumpelt verbringen und Babies wohl nicht auf allen vieren…

Eine Antwort auf „Meine unheilige Allianz mit den christlichen Fundis“

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