Verdacht auf homöopathische Applikationen

Um die Tauglichkeit einer Softwareapplikation zu testen, lässt man für gewöhnlich Leute von unterschiedlichem Know-how mit ihr arbeiten und schaut, wie zufrieden sie mit dem Ergebnis sind. Es ist aber scheinbar noch niemandem in den Sinn gekommen, dass dieser Effekt auch reinstes Placebo sein könnte. In diesem Fall wären die horrenden Projektkosten natürlich völlig zum Fenster hinausgeworfenes Geld. Man muss daher beim Testing stets eine Kontrollgruppe mit Software arbeiten lassen, bei der lediglich das GUI steht. Sollte die Nur-GUI-Variante nicht signifikant schlechter ankommen, kann man getrost mit der billigere Placebo-Version in Produktion gehen und sich eine Menge Arbeit sparen. Und wenn beide durchfallen, dann kann man das ganze Projekt ohnehin an den Nagel hängen.
Man darf nur nicht vergessen, dass man gar nicht früh genug mit dem Testen beginnen kann.

Mit keinem anderen Testing-Verfahren lässt sich nämlich schlüssig nachweisen, dass die getestete Software nicht eine homöopathische Applikation ist.

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