Geistergeschichten

Wenn in einer Burg, einem Schloss, einem Haus oder von mir aus auch in einer Baumhütte irgendeine Gräueltat begangen wurde, dann kann es schon passieren – so sagt es zumindest der Volksmund -, dass es dort dann spukt. Und selbst wenn man dies für Humbug hält, so kann man sich vielleicht für die Existenz psychoaktiver Architektur erwärmen, bei der die richtige Kombination aus Torbögen, knarrenden Dielen und schummrigem Licht eine Art Schlüsselreiz auslöst, welcher uns ein Spukerlebnis wahrzunehmen vorgaukelt. Wie dem auch sei, in von Menschenhand gebauten Gemäuern kann es spuken.
Wie steht es nun aber mit Software? Die ist auch von Menschenhand gebaut und Gräueltaten könnten theoretisch auch in ihrem Umfeld begangen worden sein. Kann es dann auch in einer Software spuken?
Dass es paranormales Verhalten von Software gibt, braucht seit Microsoft keinem mehr erklärt zu werden, die Frage ist nur, liegen bei den Redmondern irgendwelche Leichen im Keller oder haben sie schlicht und ergreifend – sei es nun absichtlich oder durch Zufall – eine Anordnung von Icons, Buttons, Geräuschen und Farbkombinationen entwickelt, welche im User parapsychologische Wahrnehmungen hervorruft?

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.