Eda Gregr
25.09.2016 um 10:43

Wie schützt man sich vor einer Flut?

Man sorgt dafür, dass das Mobiliar stets über dem Wasser bleibt. Und das schafft man, indem man in einem Boot wohnt oder in einem Appartement, das hoch genug liegt.
In einem Boot zu leben ist zwar romantisch, hat aber auch seine Tücken: Es schaukelt und es ist dauernd feucht.
Dann doch lieber in einer Villa am Zürichberg oder im Penthouse des Prime-Towers.

Eine Sintflut jedoch steigt höher als jeder Berg. Damit bleibt nur noch der Turm von Babylon.

Und tatsächlich war laut Josephus der Schutz vor einer zweiten Sintflut mit einer der wichtigsten Gründe für den Bau des Turms. Kann man das den Menschen verdenken im Angesicht eines jähzornigen Gottes?

1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars
Loading...
+ + + + + + + + + + + + + + +   d i s o r g a n i z e r   + + + + + + + + + + + + + + +
Eda Gregr
30.03.2015 um 17:38

Wie soll ich aus der Erfahrung etwas lernen, wenn ich nicht weiss, wie es gekommen wäre, wenn ich mich anders entschieden hätte?

Wenn die Welt tatsächlich so wäre, wie es diese eine verrückte Hypothese vorschlägt, der zufolge sich das Universum bei jeder Entscheidung in parallele Universen spaltet, welche sich allein durch die Varianten eben jener Entscheidung unterscheiden, und wenn es eine Möglichkeit gäbe in die parallelen Welten reinzuschauen um die Konsequenzen der anderen Entscheidungen zu sehen, dann wäre das Dilemma gelöst: Wir könnten aus unseren Erfahrungen1 lernen (und endlich hätten Erfahrungsberichte tatsächlich das Gewicht, welches Scharlatane ihnen bisher irrtümlich zugesprochen haben).

Wenn ich Gott wäre und mir etwas aus den geistigen Kapazität meiner Kreaturen machen würde2, dann würde ich sicherlich ein Universum erschaffen, in welchem man auch die Konsequenzen der nicht getroffenen Entscheidungen sehen könnte. Vielleicht durch spezielles Fenster oder so.

Auf diese Weise würden die Menschen aus ihren Fehlern lernen. Entsprechend fallen dann mit der Zeit gewisse bescheuerte Entscheidungen weg, wodurch man sich dann auch eine Menge an Universen sparen könnte3.
Die Universen dieses Multiversums liessen sich dann entsprechend ihrer Lernfähigkeit sortieren. Am einen Ende des Spektrums wurde mehr oder weniger jedes Mal die richtige Entscheidung getroffen, während am anderen Ende meistens die falsche.
In einem Universum jedoch – und das hat definitiv die Arschkarte gezogen – muss unweigerlich jedes einzelne Mal die falsche Wahl getroffen worden sein. Und diesen Umstand, denke ich, muss man den unverbesserlichen Pechvögeln nicht noch durch den Ausblick auf bessere Welten extra unter die Nase reiben. Deshalb sollten dort wohl die Fenster durch Einwegspiegel ersetzt werden.

 

Ob man wohl aus dem Umstand, dass hier bei uns keine Fenster in Nachbar-Universen gibt, irgendwelche Schlüsse ziehen kann?

1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars
Loading...
+ + + + + + + + + + + + + + +   d i s o r g a n i z e r   + + + + + + + + + + + + + + +
Eda Gregr
21.10.2013 um 14:36

Ein-Kran-fuer-ein-Dorf

Aus der Mitte Verdasios ragt ein riesiger Kran in den Himmel. Beim Nachbardorf Lionza und in etlichen anderen Dörfern im Centovalli und im Valle Maggia lässt sich das gleiche Phänomen beobachten.

Ich hielt es zunächst für eine zeitlich begrenzte, ästhetisch bedauernswerte, renovationtechnisch jedoch wohl notwendige Massnahme. Doch auf den zweiten Blick war ich mir da nicht mehr so sicher. So ein Kran erleichtert nämlich den Innerortstransport in so unzugänglichen Dörfchen ungemein. Ein Kran vermag jede beliebige Sache an jeden beliebigen Ort zu hieven. Was die Energiebilanz betrifft sicherlich sauberer als alle anderen technischen Option. Okay, an der Optik liesse sich noch feilen, doch das sollte uns nicht dran hindern einen Geniestreich zu sehen, wenn er vor uns in die Höhe ragt.

Ich hielt dem geplanten Zürcher Hafenkran bis jetzt eigentlich für Kunst – so nach dem Motto, dass etwas wohl Kunst sein muss, wenn es für sonst nichts zu gebrauchen ist – , doch das Tessin hat mir diesbezüglich die Augen geöffnet: Es ist der Versuch den Verkehr in der City etwas zu entlasten. Leider einfach etwas zu zurückhaltend projektiert.

1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars
Loading...
+ + + + + + + + + + + + + + +   d i s o r g a n i z e r   + + + + + + + + + + + + + + +
Eda Gregr
28.09.2013 um 09:47

todessternEin paar Studenten von der Lehigh University haben sich mal überlegt, wie viel es wohl kosten würde den Todesstern aus Star Wars zu bauen. Sie kamen dabei auf ungefähr 852,000,000,000,000,000 Dollar. Doch das ist nur der Preis für den benötigten Stahl, hochgerechnet aus den heutigen Produktionskosten. Was sie nicht bedachten, ist, dass sich bei einer solchen Grosslieferung sicher ein paar Prozente Mengenrabatt rausholen liesse.
Was sie auch nicht mit einkalkulierten, ist der ganze High Tech Schnickschnack. Schliesslich stellt die Aufgabe einen ganzen Planeten in die Luft zu sprengen (wie wir wissen) eine nicht zu unterschätzende Herausforderung an die Ingenieurskunst dar. Was aber die Energiekosten für das Rumballern betrifft, so wird man das sicherlich  zu den Unterhaltskosten rechnen dürfen.

Fast noch interessanter als die Frage nach den Kosten ist meines Erachtens die Frage, wie man das politisch realisieren könnte? Das Parlament würde den Bau dank der Lobbyarbeit von Militär und Stahlindustrie ohne Zweifel schnell durchwinken. Doch ich bin sicher, dass die SVP ein Referendum ergreifen würde. Der Todesstern dient zwar der heiligen Kuh Landesverteidigung und durch das Zerstören der richtigen Planeten liesse sich sicher auch die Flut der Asylanten eindämmen, doch 771.7 Billiarden Franken (Umrechnungskurs vom 28.9.2013)  reissen schon ein merklichen Loch in die Haushaltskasse.
Andererseits, dass die SVP mal mit der GSoA zusammenspannen, erscheint mir fast noch unwahrscheinlicher als der Gedanke, dass die SVP gegen sowas nicht das Referendum ergreift.

Eine offene Frage bleibt: Wie hätte wohl das Schicksal des Todessterns ausgesehen, wenn die Rebellen von der SVP regiert würden?

1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars
Loading...
+ + + + + + + + + + + + + + +   d i s o r g a n i z e r   + + + + + + + + + + + + + + +
Eda Gregr
11.06.2012 um 17:48

Burgenarchitekt… Burgen- und Festungsbau, das wäre was! Und damit meine ich jetzt nicht diesen neumodische Spleen sein Ferienhaus mit verspielten Zinnen und schmucken Schiessscharten zu verzieren sondern die Konstruktion echter Trutzburgen.
Doch wem oder was will man heutzutage noch trutzen? Schliesslich will sich die Festungsarchitektur an der Kriegstechnologie des Belagerers orientieren. Mauern, die vor Pfeilen schützen, sehen nun mal anders aus als solche, die der Artillerie standhalten sollen.
Es wird also nicht einfach ein Abklatsch verstaubter Ruinen, sondern ein massgeschneidertes Domizil für den sicherheitsbewussten Krösus:

Nenn mir deinen Feind und ich bau dir die Burg dazu.

1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars
Loading...
+ + + + + + + + + + + + + + +   d i s o r g a n i z e r   + + + + + + + + + + + + + + +
Eda Gregr
15.09.2006 um 15:17

Wenn in einer Burg, einem Schloss, einem Haus oder von mir aus auch in einer Baumhütte irgendeine Gräueltat begangen wurde, dann kann es schon passieren – so sagt es zumindest der Volksmund -, dass es dort dann spukt. Und selbst wenn man dies für Humbug hält, so kann man sich vielleicht für die Existenz psychoaktiver Architektur erwärmen, bei der die richtige Kombination aus Torbögen, knarrenden Dielen und schummrigem Licht eine Art Schlüsselreiz auslöst, welcher uns ein Spukerlebnis wahrzunehmen vorgaukelt. Wie dem auch sei, in von Menschenhand gebauten Gemäuern kann es spuken.
Wie steht es nun aber mit Software? Die ist auch von Menschenhand gebaut und Gräueltaten könnten theoretisch auch in ihrem Umfeld begangen worden sein. Kann es dann auch in einer Software spuken?
Dass es paranormales Verhalten von Software gibt, braucht seit Microsoft keinem mehr erklärt zu werden, die Frage ist nur, liegen bei den Redmondern irgendwelche Leichen im Keller oder haben sie schlicht und ergreifend – sei es nun absichtlich oder durch Zufall – eine Anordnung von Icons, Buttons, Geräuschen und Farbkombinationen entwickelt, welche im User parapsychologische Wahrnehmungen hervorruft?

1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars
Loading...
+ + + + + + + + + + + + + + +   d i s o r g a n i z e r   + + + + + + + + + + + + + + +
Eda Gregr
28.02.2006 um 10:48

Wenn Architekten ein Haus entwerfen und Skizzen zeichnen und sie sorgfältig ausmalen, dann sehen die Bauten meist recht imposant aus. Und die Kombination von Stahl, Glas und Beton vermittelt sicherlich auch eine überwältigende Präsenz. Doch wenn irgendwo eine Betonmauer eine Zeitlang steht, dann tauchen da unweigerlich diese Streifen aus Moos, Flechten und Feuchtigkeit auf und die überwältigende Präsenz weicht einer sanierungsbedürftigen Schäbigkeit. Ist das von den Herrn Architekten so geplant? Ist das Bauwerk für die Ewigkeit lediglich eine Illusion der Finanziers? Eine, an die eigentlich nicht mal sie selbst so richtig glauben?

1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars
Loading...
+ + + + + + + + + + + + + + +   d i s o r g a n i z e r   + + + + + + + + + + + + + + +
Eda Gregr
08.11.2005 um 13:26

Eine Person, die ich nicht näher beschreiben möchte, fand im Tiefkühler ein Coldpack, welches für gewöhnlich zum Kühlen von Schwellungen verwendet wird, und dachte in seiner eigenen unvergleichlichen Art, es handle sich um ein herausnehmbares Brustimplantat.
Das wirft ein paar essentielle Fragen auf:

  • Warum sind die Implantate quadratisch?
  • Wie funktionieren harausnehmbare Implantate? Mit Reisverschluss, Klettverschluss oder Druckknöpfen?
  • Wieso sollte sich eine Frau ihre Brustimplantate kühlen? Hat es vielleicht etwas mit dem Aggregatszustand der Brustwarzen zu tun?
  • Gibt es irgend etwas das man nicht mit Brüsten in Zusammenhang bringen kann?
1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars
Loading...
+ + + + + + + + + + + + + + +   d i s o r g a n i z e r   + + + + + + + + + + + + + + +
Eda Gregr
06.10.2005 um 12:49

Es heisst, die Hölle der Architekten bestünde aus ihren eigenen Kreationen.
Ich hatte heute das Vergnügen mit einer Meute von diesen im Bus zu fahren. Und ich muss schon sagen, dass es schon was für sich hat, dass man ihnen nicht zu viel Leine lässt. Jedes zweite Haus, an dem wir vorüber fuhren, wollten sie durch was anderes ersetzen.

1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars
Loading...
+ + + + + + + + + + + + + + +   d i s o r g a n i z e r   + + + + + + + + + + + + + + +
+ + + + + + + + + + + + + + +   d i s o r g a n i z e r   + + + + + + + + + + + + + + +