Ein Schelm, der dabei böses denkt

„Armee ist eine Kernaufgabe des Staates, Forschung nicht.“, das ist zumindest die Ansicht von unserem Christoph Mörgeli und damit plädiert er gegen eine Weiterführung der Beteiligung am EU-Forschungsnetzwerk.
Ich teile natürlich Mögelis Ansichten, dass man stets bemüht sein sollte, Geld so effizient wie möglich einzusetzen, und dass es wohl auch noch den einen oder anderen zu optimierenden Bereich gibt.
Doch ändert das nichts daran, dass das zur Verfügung Stellen von Bildung und Forschung nicht nur Kernaufgaben des Staates sind sondern schlicht und ergreifend dessen Basis. Ohne diese kann es die Schweiz nicht geben, auf jeden Fall nicht eine erfolgreiche. Ohne diese würde es sich also nicht mal lohnen es mit der Armee schützen zu wollen.
Man kann also durchaus gegen eine Beteiligung sein, doch bitte nicht aus den falschen Gründen.

Die Magie der Homöopathie

Ich weiss, Erfahrungen sind heimtückische Begleiter, doch sie können einen auf interessante Dinge hinweisen, die man dann genauer unter die Lupe nehmen sollte.

So haben beispielsweise alle Homöopathen, mit denen ich bisher  gesprochen habe, erwähnt, dass sie schon vor ihrer Ausbildung eine gewisse Gabe besessen haben, mit der sie Menschen helfen konnten.
Tatsächlich zieht selbst Professor Harald Walach vom Hogwarts an der Oder in einem Interview die Verbindung zum Übersinnlichen, wenn er die Homöopathie als sehr systematisierte Magie betrachtet.
Damit stellen sich diese Leute aber in eine verzwickte Position. Denn war es nun die Homöopathie oder die magische Fähigkeit, die einen Kranken auf wundersame Weise wieder gesund gemacht hat?

Ballistische Kurvendynamik bei bösem Buben als Target

Dass die guten Buben die bessern Schützen sind als die bösen Buben, kann ich ja noch akzeptieren, wenn auch nicht glauben.
Dass bei den guten Buben jeder Schuss ein Treffer ist, kann ich auch akzeptieren, denn ein Schuss, der nicht trifft, kann leicht unschuldige verletzen, was gegen den Ethos der guten Buben geht.
Doch wieso zielen die guten Buben, wenn sie auf den bösen Boss schiessen, auf einmal dermassen lausig, dass sie ihn am Ende doch noch mit der Faust den Garaus machen müssen?

Da sag mal einer, Mathe sei nicht wichtig…



In einem anderen Artikel stellte ich die These auf, dass jegliche Magie in einer Ignoranz zur Biologie gründet. Hier ist es natürlich vordergründig die Physik, die nicht mitspielt, doch auch hier nur weil sie eine biologische Unzulänglichkeit korrigieren soll. Denn die hier humorvoll dargestellte, zur Transformation nötige Energie wird für einen Umwandlungsprozess verwendet, der biologisch weit unklarer, wenn nicht gar unmöglicher ist.
Der Clou ist nämlich der, dass das Energieproblem lediglich ein Energieerhaltungsproblem ist und im Prinzip lösbar. Sei es durch eine gaaanz, gaaanz langsame Transformation, welche die Energiebilanz des Königreichs nicht ganz so arg strapaziert. Oder indem man die aus der ersten Verwandlung zum Frosch frei gewordene Energie, abzüglich der durch die Entropie bedingten Abschreibungen, in einer Batterie speichert.
Persönlich neige ich dem zweiten Lösungsweg recht zu geben, denn wozu sonst sollte ein Frosch, und sei er auch adlig, einen Diener wie den eisernen Heinrich brauchen, wenn nicht zum Transportieren der zur Rückverwandlung notwenigen Akkus?

Zombie Theorien

„Zombie Theorie“ trifft die Sache ausgesprochen gut, denn diese treibt tatsächlich einfach weiter ihr Unwesen, obwohl sie schon längst widerlegt wurde.
Im Bezug auf den Kreationismus, der mir bekanntlich besonders am Herzen liegt, funktioniert diese Zombie-Metapher ironischerweise sogar noch besser, dreht sich doch die ganze Religion, die hinter diesem steckt, um einen Zombie und dessen Vater mit Allmachtsfantasien.

Wie macht man nun aber einem Anhänger einer Zombie-Theorie klar, dass seine Theorie schon ziemlich müffelt? Ein Lackmustest wäre nicht schlecht. Anbieten würde sich beispielsweise die von Marshall Shepherd angesprochene Differenz zwischen den Ansichtend der Fachwelt und jenen der Laien. Je grösser der Unterschied, desto beissender der Verwesungsduft. Dies sollte eigentlich ziemlich überzeugend sein.

Doch für die Unbeirrbaren gibt es stets eine Hintertür: Man postuliert eine grosse, böse Verschwörung durch irgendwelche Leute oder Organisationen mit Allmachtsfantasien. Und auch das kennen wir von den Zombiefilmen…

Trennung von Religion und Medizin

Auf dem Krankenschwesterstirnband in Avas Ärztekoffer ist ein rotes Kreuz. Für Ava ist das ein Symbol des Heilens, also malt sie es auf mein Bein, das sie kurz zuvor als gebrochen erklärte.
Ich finde, dieses Beispiel zeigt eindrücklich, wie basal diese „animistische“ Form der Medizin ist.  Und entsprechend profitiert die Religion davon, dass das Rote Kreuz auch das Kreuz des Christentums ist. Historisch wird dieses Detail der Hilfsorganisation wahrscheinlich überhaupt erst die Durchsetzung ermöglicht haben – ich vermute, weil die Trennung von Spiritualität und Medizin noch nicht so weit forgeschritten war wie heute -, doch ob es deshalb auch heute noch seine Berechtigung hat, möchte ich in Frage zu stellen.
Während sich der Säkularismus für die Trennung von Kirche und Staat einsetzt, gibt es meines Wissens kein Konzept, welches sich explizit der Trennung von Religion und Medizin annimmt. Doch die ist allein schon deshalb notwenig, weil es das religiöse Denken ist, welches Schuldzuweisungen macht. Und die sind in der modernen Medizin definitiv fehl am Platz.
Die Schuldzuweisung ist übrigens auch ein zentraler Bestandteil der  Alternativ & Komplementärmedizin, allein schon damit, dass sie sich damit zu immunisieren versucht, dass sie erklärt, dass Zweifel an der Behandlung deren Effektivität verringert, wenn nicht gar verunmöglicht.Hier spielt natürlich auch noch der Placebo-Effekt eine grosse Rolle, doch da mein als gebrochen erklärtes Bein eine weitere Behandlung bedarf, muss ich diesen Aspekt auf etwas später verschieben…

Unterschrift

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Ava kann ihren Namen nicht nur schreiben (siehe oben),
sondern auch tippen (siehe unten)

AVA

(per copy&past in den DisOrg eingefügt)

Gott mag dumme Menschen. Warum macht er sonst so viele davon?

Auf den erst Blick möchte man meinen, dass man sich damit über das Konzept eines liebenden, persönlichen Gottes lustig macht, doch wenn man sich klar macht, dass Gott tatsächlich eine Schwäche für die geistig Armen hat (Matthäus 5:3), dann wird aus der von den Kreationisten gern gegen die Evolution angeführten Degeneration, die die gesamte Schöpfung seit dem Sündenfall durchdringt, nicht etwa ein Fluch sondern ein Segen. Man könnte es schon fast als einen liebenswürdigen Plan bezeichnen, mehr und mehr Menschen den Eintritt in den Himmel zu erleichtern. Dazu würde auch passen, dass die Gewalt in der Welt – auch es vielleicht nicht den Eindruck erweckt – stetig auf dem Rückmarsch ist. Dummheit scheint also den Frieden zu fördern. So lasst uns die Schulen niederreissen!
Ist es nicht etwas irreführend den biologischen und psychologischen Heilsweg des Herren als Degeneration zu bezeichnen?

Nicht ganz klar wird mir allerdings, wieso in Ländern und Gesellschaftsschichten mit schlechterer Bildung, was ja im Allgemeinen gern als Förderer der geistigen Armut betrachtet wird, die Gewalt höher ist? Hm… pfff… wieso zerbreche ich mir den Kopf… Gottes Wege sind unergründlich.

The Fast and the Furious Hitchhiker

Ich bin ja per Anhalter schon weit herum gekommen. Ich habe als treuer Vasall Sissy Hankshaws auf diese Weise Skandinavien, Kanada, Australien und das Entlebuch bereist. Doch auf all meinen Reisen bin ich nicht ein einziges Mal von einem Fastnfuriousen mitgenommen worden. Bin ich vielleicht doch kein so guter Autostopper? Oder wird im Handbuch für angehende Helden einfach davon abgeraten sich auf dem Weg zur Rettung der Welt mit Anhaltern aufzuhalten?
Aber wie rettenswert kann eine Welt schon sein, wenn zu deren Rettung ein Hitchhiker am Wegesrand stehen gelassen wurde?

Selbständig werden – Was braucht es?

Inserat auf RonOrp: „Du hast den brennenden Wunsch, etwas eigenes auf die Beine zu stellen? Oder ohne Geld, Idee und Businessplan ein Geschäft eröffnen. Unternehmerische Fähigkeiten entwickeln. Der eigene Chef sein. Verrückte Ideen verwirklichen. Gratis am 30. Mai 18:30 Uhr im Volkshaus. Info: www.matrix-live.ch“

Es ist nett, dass es Menschen gibt, die engagierten Leuten umsonst helfen wollen unternehmerische Fähigkeiten zu entwickeln, doch wenn man sich die Webseite anschaut und mal dreist annimmt, dass die dort vorgestellten Konzepte auch bei der Veranstaltung im Volkshaus  Programm sind, dann trübt sich das Bild leider ein bisschen.  Denn Matrix Live ist reinste Esoterik und spezialisert darauf mittels Quantenheilung und anderem Schabernack dieser Art Menschen in jeder denkbaren Art besser zu machen. Sei es gesünder, erfolgreicher, glücklicher oder was auch immer man optimineren will. (Und für den Fall, dass sich kein Erfolg einstellt, dies der magelnden Bereitschaft des Heilssuchenden anzulasten.)
Und einmal mehr zeigt sich mit dieser Veranstaltung, dass Arbeitssuche und der Schritt in die Selbstständigkeit offensichtlich ein lukratives geschäft für Drittpersonen ist. Ich will den Initianten hier keinerlei böse Absichten unterstellen, doch würde ich drauf wetten, dass es sich am Ende für sie doch finanziell gelohnt haben wird.

Ein Event, den ich nicht besuchen werde.

Das Leben ist wie eine Pampelmuse. Außen Orange-gelblich mit Pickeln, feucht und tintenfischartig in der Mitte. Innen sind auch noch Kerne.
Oh, und manche Leute essen eine Halbe davon zum Frühstück.
(Douglas Adams)

Wie wahrscheinlich ist die Existenz der Zahnfee?

Ein Aufruf zur Partizipation der DisOrg-Leser.

Bitte begründet eure Einschätzung.
Und beachtet dabei, dass man aus Nichtwissen keine Schlüsse ziehen kann. Und bedenkt auch, dass es Leute gibt, die eine persönliche Erfahrung mit dieser gemacht zu haben glauben.

Vielen Dank für eure Antworten