Wie die Frau erschaffen wurde und der Teufel in Ungnade fiel

Auf Facebook teilte eine Freundin einen inspirierenden kleinen Text, der uns in Erinnerung rufen sollte, was wir an den Frauen haben. Der Autor ist alternativ  Erma Bombeck oder unbekannt. Das bedeutet, dass der Text nicht aus egoistischen Motiven verfasst wurde um damit Frauen flach zu legen. Und dass sich die Ereignisse deshalb wahrscheinlich genau so zugetragen haben.
Das Original ist auf englisch (und es handelt sich dabei wahrscheinlich um eine gepimpte Version einer von Erma Bombeck am 2.5.1977 in der Chicago Sun und der Times erschienenen Kolumne). Ich habe hier eine etwas holprige Übersetzung des von der Freundin geteilten Textes verwendet, und mit den Worten des Teufels ergänzt.


Als Gott die Frau schuf, arbeitete er spät am 6. Tag …….

Ein Engel kam vorbei und fragte:
„Warum so viel Zeit mit ihr verbringen?“

Luzifer kam ebenfalls vorbei und fragte den Engel:
„Was meinst du mit ’so viel Zeit‘? Er hat ja eben erst mit ihr begonnen. Nachdem er überrascht feststellen musste, das Tiere als Gefährten nicht so ganz das Wahre sind ;)“

Der Herr antwortete.
„Hast du alle Spezifikationen gesehen, die ich treffen muss, um sie zu formen?
Sie muss in allen möglichen Situationen funktionieren.
Sie muss in der Lage sein, sich um mehrere Kinder gleichzeitig zu kümmern.
Ihre Umarmung muss alles heilen können, von einem verletzten Knie bis zu einem gebrochenen Herzen.
Sie muss das alles mit nur zwei Händen machen.

Der Teufel unterbrach Gott:
„Warum die Beschränkung auf nur 2 Hände? Was spricht dagegen ihr mehr zu geben, wenn sie sie braucht?“

Sie heilt sich selber und hält durch, wenn sie krank ist und kann 18 Stunden am Tag arbeiten. „

Das Tier war entsetzt.
„Warum muss sie sich selbst heilen können und 18 Stunden durchhalten, wenn sie krank ist? Wäre es nicht einfacher (und netter) gewesen, wenn du die Gesellschaft so gestaltest, dass sie sich im Krankheitsfall im Bett auskurieren kann?
Und übrigens. Wovon sprichst du überhaupt? Wir sind hier noch im Garten Eden! Krankheiten wird es erst geben, nachdem du die Menschen von hier vertrieben haben wirst.“

DER ENGEL war beeindruckt.
„Nur zwei Hände ….. unmöglich! Und das ist das Standardmodell? „

Der Teufel war etwas weniger beeindruckt.
„Sind das nicht mehr oder weniger die gleichen Spezifikationen, die du schon beim Mann umgesetzt hast? Du brauchst hier also das Rad nicht unbedingt neu zu erfinden.

Der Engel kam näher und berührte die Frau.
„Aber du hast sie so weich gemacht, Herr“.

Satan blieb dagegen in sicherer Entfernung.
„Wenn ich sie berühre, endet sie sicher wieder auf dem Scheiterhaufen…“

„Sie ist sanft“, sagte der Herr, „Aber ich habe sie stark gemacht. Du kannst dir nicht vorstellen, was sie ertragen und überwinden kann.“

Beelzebub meldete sich zu Wort:
„Darf ich fragen, warum sie so viel ertragen und überwinden muss? Wer ihr all das aufgebürdet hat?“

„Kann sie nachdenken?“ fragte der Engel…

„Kannst du es?“, fragte der Leibhaftige den Engel…

Der Herr antwortete.
„Sie kann nicht nur denken, sie kann argumentieren und verhandeln.“

Der Teufel aber hackte nach:
„Und wie steht es mit dem dürfen? Darf sie denken und argumentieren und verhandeln?“

Der Engel berührte ihre Wangen ….
„Herr, es scheint, dass diese Schöpfung undicht ist! Du hast ihr zu viele Lasten auferlegt.“

Der Fürst der Finsternis nickte:
„Meine Worte!“

„Sie ist nicht undicht … es ist eine Träne“ korrigierte der Herr den Engel …

Mephisto seufzte:
„Jaja, den Fehler als Feature verkaufen…“

„Wofür ist das?“ Fragte der Engel …..

Der Herr sagte. „Tränen sind ihre Art, ihre Trauer auszudrücken, ihre Zweifel, ihre Liebe, ihre Einsamkeit, ihr Leiden und ihren Stolz.“ …

Das hat einen großen Eindruck auf den Engel gemacht.
„Herr, du bist ein Genie. Du hast an alles gedacht. Eine Frau ist wirklich wunderbar „

Der Teufel war nicht ganz so beeindruckt und meinte schnippisch:
„Als ob das ohne Tränen nicht auch gegangen wäre…“

Der Herr antwortete.
„In der Tat ist sie es. Sie hat Stärke, die einen Mann erstaunt. Sie kann mit Problemen umgehen und schwere Lasten tragen.“

„Aber es erstaunt den Mann dann auch wieder nicht genug, um ihr die gleichen Rechte zu geben und etwas anderes als den Herd anzuvertrauen.“

„Sie enthält Glück, Liebe und Meinungen.“

„‚Enthält‘ die nicht jeder?“

„Sie lächelt, wenn sie schreien möchte.
Sie singt, wenn sie weinen möchte, weint wenn sie glücklich ist und lacht, wenn sie Angst hat.“

„Was nicht gerade der Kommunikation mit dem Mann förderlich ist, der deswegen alles notorisch falsch interpretiert.“

„Sie kämpft für das, was sie glaubt. Kämpft gegen Ungerechtigkeit.“

„Als ob irgendjemand, das, woran er glaubt, für ungerecht halten würde.“

„Sie akzeptiert keine ‚Nein‘ als Antwort, wenn sie eine bessere Lösung sieht.“

„Also nicht demokratiefähig?“

„Ihre Liebe ist bedingungslos.“

„Heisst, das sie macht denen, die sie liebt, das Leben nicht zur Hölle, wenn diese ihre Liebe nicht erwidern?“

„Ihr Herz ist gebrochen, wenn ein Verwandter oder ein Freund stirbt, aber sie findet Kraft, um mit dem Leben weiterzumachen.“

„Dazu sind Männer nicht in der Lage?“

Der Engel fragte:
„Also ist sie ein perfektes Wesen?“

Der Herr antwortete:
„Nein. Sie hat nur einen Nachteil.
Sie vergisst oft, was sie wert ist“.

„Und zwar etwa die Hälfte von einem Mann?“

Lot und seine Töchter

Erst eine kurze Zusammenfassung:

Gott informiert Abraham darüber, dass ihm die Zustände in Sodom und Gomorra nicht gefallen und er also die beiden Städte vom Erdboden tilgen will. Abraham gelingt es darauf in zähen Verhandlungen von Gott die Zusage zu erhalten, dass er die Orte verschonen wird, wenn sich dort 10 gerechte Menschen finden lassen.
Also schickt Gott zwei Engel nach Sodom um sich da mal ein bisschen umzusehen. Lot empfängt die beiden am Tor und komplimentiert sie zu sich nach hause, weil es angeblich für zwei so stattliche Burschen des Nachts in der Stadt nicht sicher sei.
Dort angekommen bewirtet er sie und wäscht ihnen wahrscheinlich auch die Füsse und als es dann Zeit wird ins Bett zu gehen, kommen alle Männer der Stadt zu Lots Haus und fordern von diesem die beiden Gäste zu einem kleinen Fick hinauszuschicken. Lot begibt sich dann vor die Tür und versucht mit dem Mob zu verhandeln. Er bietet ihm statt der Engel seine beiden jungfräulichen Töchter an. Eine Einigung ist nicht möglich und es kommt zu einem Handgemenge, aus dem Lot nur dank der Hilfe der beiden Engel entkommt, die dazu kurzerhand alle Anwesenden blenden.
Die beiden Engel informieren darauf Lot, dass er seine Sachen packen und mit allen, die zu ihm gehören, die Stadt verlassen soll, weil sie diese zerstören werden. Also begibt sich Lot zu den Verlobten seiner Töchter und erklärt ihnen den Sachverhalt, diese glauben es ihm aber nicht nicht.
Am nächsten Morgen drängen die beiden Engel die Familie zum Aufbruch. Doch da Lot zu zögern scheint, packen sie die Eltern und die Töchter und werfen sie eigenhändig aus der Stadt. Zum Abschied erklären sie ihnen, sie sollen unbedingt so schnell wie möglich ins Gebirge gehen und auf dem Weg dorthin aber auf gar keinen Fall stehen zu bleiben oder sich umzudrehen.
Lot wendet ein, dass er aber statt ins Gebirge viel lieber in die Stadt Zoar gehen möchte. Die Engel gewähren ihm den Wunsch.
Und tatsächlich, sobald Lot die Stadt betritt, lässt Gott Feuer und Schwefel über Sodom und Gomorra regnen und vernichtet die ganzen Städte und das umliegende Land und alles was drauf kreucht und fleucht.

Lots Frau aber schaut zurück und erstarrt zur Salzsäule.

Und da es ihm in Zoar irgendwie unheimlich wird, zieht Lot mit seinen beiden Töchtern weiter ins Gebirge, wo sie es sich in einer Höhle gemütlich machen. Weil weit und breit kein anderen Mann zu finden ist, machen die Töchter ihren Vater betrunken und lassen sich von ihm in zwei aufeinanderfolgenden Nächten schwängern.
Und die Ältere gebiert Moab, den Stammvater der Moabiter, und die Jüngere Ben-Ammi, den der Ammoniter.

Und jetzt ein paar Fragen:

Ein allmächtiger, allwissender, allgütiger Gott fällt den knallharten Entschluss eine Stadt und alle ihre Bewohner zu vernichten und lässt sich dann von einem Papaschlumpf dergestalt umstimmen, dies nur dann zu tun, wenn sich dort keine 50 Gerechten finden lassen? Und dann lässt er sich von 50 auf 45, dann auf 40, dann auf 30, dann auf 20, dann auf 10 herunterhandeln? Und wer weiss, wie es noch weiter gegangen wäre, wenn Gott da nicht einfach weglaufen wäre.
Dass sich am Ende nur 4 Leute, resp. 3 Leute und eine Salzsäule, finden liessen, die es wert sind gerettet zu werden, lässt es zwar so aussehen, als hätte sich der ursprünglich Wille Gottes am Ende doch durchgesetzt, das ändert aber nichts daran, dass er lausig gefeilscht hat.
Und es wirft die Frage auf, ob das wirklich alle Gerechten von Sodom waren? Man kann nämlich nicht gerade behaupten, die Suche wäre systematisch gewesen.

Und wie kommen eigentlich die Leute von Gomorra dazu umgebracht zu werden, nur weil die beiden Engel in Sodom nicht genug Gerechte fanden?

Die beiden Engel sollten in der Nacht durch Sodom spazieren und nach gerechten Menschen Ausschau halten. Stattdessen verbrachten sie den ganzen Abend bei Lot und schlugen sich die Bäuche voll. Ist das keinem aufgefallen? So findet man keine Gerechten.

Und was haben die Engel eigentlich angestellt, dass die männliche Bevölkerung so scharf auf sie war? Wird da nicht etwas verschwiegen?
Mir kommt da spontan der unwiderstehliche John Travolta alias Michael in den Sinn.

Und was ist das für ein Mensch, der einem Mob seine Töchter anbietet? Einem Mob, der offensichtlich Interesse an Männern hat. Wäre da nicht eine andere Person im Haushalt gewesen, die dem Geschmack der Menge besser entsprochen hätte? Eine, die er sogar rechtmässiger hätte anbieten können?
War das wirklich eine so noble Geste, wenn er wusste, dass seinen Töchtern unter diesen Umständen gar keine Gefahr droht? War es nicht viel mehr leichtsinnig, weil er die Sache mit einem solchen Vorschlag eher eskalieren lässt.

Wie es heisst, ist auch Lot ein Fremder in der Stadt.
Wieso ist er überhaupt in eine solche Stadt gezogen? Wieso hat er sie nicht längst schon wieder verlassen? Und wieso hat es seine Töchter zwei Sodomiten versprochen?
Das alles spricht weniger für einen gerechten, fürsorglichen Vater, als viel mehr für jemanden, der erkannt hat, dass sich in einem Sündenpfuhl bessere Geschäfte machen lassen.

Wenn er neu in der Stadt ist, wie vertraut ist Lot dann wohl mit den örtlichen Gebräuchen? Könnte er versehentlich selbst den ganzen Konflikt entfacht haben, indem er den hiesigen Brauch Gäste mit einem fröhlichen Akt der Kopulation willkommen zu heissen rüde ausgeschlagen hat? Sprich das falsche Gastrecht angewendet hat?
In abgeschiedenen Gemeinschaften kann es Sinn machen, den Gästen die eigene Frau anzubieten um so den Genpool wieder ein bisschen aufzufrischen. Vielleicht verhielt es sich in Sodom ähnlich und ein Ablehnen, was eine potentielle Gefahr für die Gesundheit der Gemeinschaft bedeuten würde, musste als böswilliger Affront interpretiert werden.
Ich unterstütze solche Bräuche nicht. Leute aber, die solche praktizieren, brauchen deswegen aber noch lange nicht böse sein. Schliesslich hegen sie damit keine niederträchtigen Absichten.

Wenn jemand zu mir kommt und mir sagt, ich solle Zürich verlassen, weil es morgen in einem Feuerregen untergehen wird, dann werde ich auch lachen und es nicht glauben. Wenn ich jedoch ein paar Minuten vorher erblindet wäre, nachdem ich ein bisschen zu frech eine fremde Person angeflirtet habe, dann würde ich sicherlich nicht lachen.
Die Verlobten von Lots Töchtern waren im Mob, weil alle männlichen Bewohner der Stadt in diesem Mob waren,  und mussten demzufolge geblendet worden sein. Wieso glaubten sie Lot also nicht? Und selbst wenn sie ihm nicht glaubten, hätten sie die Schwiegerfamilie in spe dennoch begleiten können – insbesondere da sie ja jetzt blind waren.
Sie wären also gerettet worden, wenn sie nur ein bisschen rationaler gewesen wären. Dann wären also auch Leute aus dem Mob gerettet worden. Also wären sie auch gerecht gewesen? Ist Gerechtigkeit anstecken? Meint hier Gerechtigkeit das gleiche wie heute?
Damit wären es dann 6 Gerechte in Sodom gewesen. Nur eine Verhandlungsrunde von einer General-Amnestie entfernt. Haarscharf würde ich sagen. Kein Präzedenzfall auf den man stolz sein sollte.

Der Vater zieht in eine fragwürdige Nachbarschaft, verlobt seine Töchter mit stadtbekannten Vergewaltigern und bietet sie am Ende sogar dem Mob an und die Töchter, die lieber ihren Vater abfüllen um sich von ihm schwängern zu lassen als als alte Jungfern zu sterben. Sind die wirklich okay in den Augen Gottes? Okay in einer Art und Weise in der die Mutter nicht okay ist?

Erst wird die Mutter gerettet, dann wird sie Opfer von zusätzlich hinzugefügten Regeln. Wie verlässlich ist das Urteil Gottes? Er hat offenbar das Recht jederzeit neue Bedingungen aufzustellen.

Was hat Lots Frau eigentlich gesehen, als sie zurück geschaut hat? Warum war es überhaupt verboten? Wurde sie getötet, weil sie etwas sah, das sie nicht sehen sollte? Welches Geheimnis vertuscht ihr Tod?

Gibt es unabhängige Zeugen, die die in der Bibel beschriebenen Ereignisse bestätigen können?
War vielleicht die Mutter eine Zeugin, die sich nicht einschüchtern liess? Musste sie deshalb eliminiert werden?

Waren zum Zeitpunkt als Sodom zerstört wurden, keine Touristen und Händler zugegen, die es auch verdient hätten gerettet zu werden?

Sollte Sodom nicht auch durch den Regenbogenbund vor Feuer geschützt sein? Das klingt, als habe sich hier Gott aus einem Vertrag gemogelt.

Nicht mal Säuglinge waren unschuldig genug um gerettet zu werden?

Wieso sind Lots Töchter in einer solch verruchten Stadt eigentlich noch Jungfrauen?

Und last but not least: Ist Füssewaschen in Sodom das gleiche wie anderswo?

#IchFragJaNur

Tag der Schutzengel

Heute ist der Tag der Schutzengel… Wusstet ihr, dass mehr Leute an Schutzengel als an Engel glauben?

In einem Interview auf DRS3 verriet der Geschäftsleiter der Esoterikbuchhandlung „Im Licht“, die ich jedem vernünftigen Menschen zu meiden rate, dass Literatur über Engel schon immer sehr gut gelaufen sei und das ganz besonders bei Frauen. Auf die Frage, weshalb dem so sei, antwortete er, dass Frauen eher bereit seien den Verstand abzuschalten.
Ich fürchte, er meine das als Kompliment.