Eda Gregr
22.06.2017 um 07:12

Sind zwei Äpfel vom selben Baum Brüder?

Der Legende nach war es ein Apfel, der Isaak Newton auf den Kopf fiel und ihn damit auf die Idee mit der Schwerkraft brachte. War der Apfel ein Ausnahmetalent oder hat es die ganze Familie1 drauf?

Eine ähnliche Legende über Einstein und speziell über die Relativitätstheorie gibt es zwar nicht, doch ich weiss, dass zu der Zeit als diese in ihm reifte, gleich neben dem Gebäude, in dem er lehrte, ein Mammutbaum stand. Und er steht dort noch heute. Und ein Bruder des Zapfens, der Einstein seinerzeit auf die richtige Spur hätte gebracht haben können, liegt nun vor mir auf dem Tisch.

EinsteinZapfen

Will ihn jemand kaufen?

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Eda Gregr
18.06.2017 um 13:26

bike to work logoIm Juni fahre ich jeden Tag mit dem Velo zur Arbeit. Ich habe es auch schon im April und im Mai gemacht und ich beabsichtige es auch im Juli und August zu tun, doch für meine Leistung im Juni habe ich die Chance einen FLYER Flogo, ein Wellnesswoche im FidazerHof oder einen von weiteren über 1’698 fantastischen Preisen im Gesamtwert von über CHF 104’551 zu gewinnen.
Das ist übrigens der 7. von 10 Gründen, die auf der Webseite aufgeführt werden, warum man beim bike to work teilnehmen soll. Alle anderen Gründe sind nicht so sehr an die Aktion geknüpft sondern eher ans Velofahren selbst.

Serotonin und Dopamin (Punkt 1) wird schliesslich nicht nur dann ausgeschüttet, wenn man bei bike to work mitmacht – glaube ich. Und vermutlich sind auch der Aufbau von Fitness (Punkt 2) und der Abbau von Stress (Punkt 3) nicht von der Teilname an dieser Aktion abhängig.

Wenn es aber ums Sparen von Geld geht (Punkt 4), dann könnte bike to work entgegen seines Versprechens einen eher teuer zu stehen kommen – vorausgesetzt man gewinnt nicht einen der wertvolleren Preise – was ich eh nie tue… Wenn man nämlich nur den einen Monat mit dem Velo statt mit der ÖV zu Arbeit fährt, dann wird man sein Abo für diese Zeit wohl eher nicht zurückgeben. Damit spart man also nicht beim Transport, sondern bezahlt für den Verschleiss am Velo und für ein paar andere Dinge, wie wir gleich sehen werden.

Der Grund, der mir persönlich am meisten am Herzen liegt, ist die Sache mit der Umwelt (Punkt 5). Bis zum jetzigen Zeitpunkt (16.6.2017) habe ich 76 km zurückgelegt und damit angeblich 11 kg CO2 gespart. Das ist toll. Ich frage mich aber, ob diese Zahl auch berücksichtigt, dass ich aufgrund der zusätzlichen Anstrengung beim Trampeln wesentlich häufiger atme und damit mehr CO2 ausstosse, dessen Kohlenstoff ich über mehr Nahrung zu mir genommen habe, für welche ich mehr Geld ausgeben musste und für deren Produktion aller Wahrscheinlichkeit nach mehr CO2 drauf ging. Und dass ich jetzt mehr schwitze und trinke, insbesondere mehr Bier, welches auch nicht gratis ist, allerdings zwar meines Wissens in der Produktion mehr oder weniger CO2-neutral – nicht aber in Transport und – ganz wichtig – Kühlung. Und darüber, ob Bier auf lange Sicht gesund ist, streiten sich die Geister (sprich die Tschechen gegen den Rest der Welt.) Und dass ich mich und meine Kleider öfters wasche, geht ebenfalls ins Geld und  CO2.
Und das alles während meine S-Bahnen und Trams ungerührt getreu ihrem Fahrplan ihre Runden ziehen…

Es fördere den Teamgeist (Punkt 6) und es mache Spass den gemeinsamen Erfolg zu feiern. Mag sein, aber ich sage nur Bier…

Man komme seltener zu spät (Punkt 8), weil man von Verspätungen nicht betroffen ist. Also für mich als begeisterten Pendlerleser ist das eher ein Negativpunkt. Ich muss jetzt nicht nur die fehlende Pendlerlesezeit nachholen sondern auch diese gelegentlichen Verspätungslesebonizeiten. Nicht selten auf dem Klo bei künstlicher Beleuchtung.

Aber das Erlebnis geniessen kann man (Punkt 9), das stimmt. Weil ich Angst davor haben, dass die bike to work-App mir sagt, dass ich gestern schneller war als heute, wähle ich während diese Monats für jeden Arbeits- und Heimweg einen anderen Streckenverlauf. Und es ist tatsächlich wirklich schön auf diese Weise immer wieder neue Quartiere (und Kneipen) zu entdecken.
Dass die App es offenbar gar nicht drauf hat, meine Leistungen über den Monat hinweg zu analysieren und mich damit zu demütigen, sei mal dahingestellt.

Und zu guter Letzt appelliert bike to work tatsächlich an den Hipster in mir (Punkt 10). Velofahren ist nämlich im Trend, heisst es da, – sei es mit einem farbenfrohen Fixie, einem schnellen Renner oder einem gemütlichen Beach-Cruiser. Die können mich mal!

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Eda Gregr
01.01.2017 um 00:42

OK. We let George RR Martin have a turn. I want 2017 to be written by JK Rowling.
Heroic Girls

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Eda Gregr
25.09.2016 um 10:41

Es gibt wirklich Leute, die glauben, die Sintflut und die Arche hätte es tatsächlich genau so gegeben, wie in der Bibel beschrieben. Und solche Leute gibt es nicht nur in Amerika.

Die Tausenden von Fragen, die diese Geschichte aufwirft1, bringt sie nicht ins wanken. Woher kam all das Wasser? Wie konnte so viel Wasser so schnell fallen ohne die Arche zu zerstören? Wann gingen die Faultiere los um sich rechtzeitig einschiffen zu können? Wie überlebten Süsswasserfische, wenn es Salzwasser regnete, und wie Salzwasserfische, wenn es Süsswasser regnete? Haben die Tiere gekackt? Womit wurden die Fleischfresser gefüttert? Wie konnten sich aus den wenigen Grundarten, die mitgenommen wurden, so schnell wieder so viele Arten entwickeln? Wann erreichten die Faultiere wieder ihre Heimat in Südamerika? War das nach so vielen Generationen noch ihre Heimat? Und nahmen Kängurus die Überreste der verstorbenen Gefährten in den Beuteln mit?

Natürlich haben besagte Leute auf jede einzelne Frage eine Antwort parat. In der Regel lautet sie, dass Gott ein klitzekleines Bisschen nachgeholfen hat.
Dass das alles durchaus im Rahmen der Fähigkeiten eines allmächtigen Gottes liegt, will ich gar nicht bestreiten.
Bloss, was sollen wir damit anfangen? Wenn Wundersames getan wurde und weiteres Wundersames getan wurde um das Wundersame wieder unkenntlich zu machen, dann ist da am Ende nichts Wundersames mehr, was als Beleg für das Wundersame dienen könnte. Ausser einer wundersamen Anekdote.

Gestern zwischen 13:35 Uhr und 14:17 Uhr habe ich die ganze Welt blau angemalt. Und dann habe ich alles wieder geputzt und alle Menschen und Tiere, die darüber verständlicherweise ziemlich erstaunt waren, das ganze wieder vergessen lassen. Was für ein Spass das war!

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Eda Gregr
06.02.2016 um 11:42

smbc-comics.com

Wenn sie mal gross ist, verkündete Ava kürzlich, will sie Hexe werden.
Als aufgeklärter Vater versicherte ich ihr, dass ich sie dabei natürlich vollkommen unterstützen würde, dass sie bei dieser Berufswahl aber bedenken müsse, dass sie dann lieber einen grossen Bogen um gewisse Länder machen müsse – und überlegte mir, ob das wohl der Grund sei, wieso es keine „Hexen ohne Grenzen“ gibt?
Ich erklärte ihr auch, dass wenn es ihr darum ginge, die Welt nach ihrem Willen zu gestalten, dass sie dann bei der Wissenschaft und Technik (und dazu zähle ich natürlich auch die Medizin) vielleicht besser aufgehoben wäre. Tatsächlich habe sich alles, was man früher (und auch heute noch) Hexen zuschrieb, in gewissem Sinne durch Wissenschaft und Technik erfüllt – und zwar für alle zugänglich. Hexen flogen auf Besen, wir tun es in Flugzeugen. Hexen beobachteten in ihren Kristallkugeln, was in weit entfernten Ländern passiert, wir tun es mit dem Fernseher. Hexen heilten von Warzen, wir inzwischen auch von vielen Arten von Krebs. Hexen tanzten nackt in Vollmondnächten, wir wissen wo wir Frauen auch während des übrigen Monats nackt tanzen sehen können1. Hexen kannten alle Kräuter und Pilze, mit dem iPhone können wir sie inzwischen auch identifizieren und erfahren, welche Wirkstoffe sie enthalten. Und all das können wir, ohne riskieren zu müssen auf dem Scheiterhaufen zu landen. Ja, Wissenschaft und Technik sind vielleicht die besseren Gehilfen, wenn man sich seine Wünsche erfüllen will…
Wieso sie den Hexe werden möchte, fragte ich sie.
Dann würde sie machen, dass sie morgen Geburtstag hat.
*schluck*

Welche Wunder man auch immer Gott und den Hexen zuschrieb, irgendwie schafften Wissenschaft und Technik (und Kunst, wenn es darum geht fantastische Geschichten zu erzählen) diese über kurz oder lang irgendwie auch ohne Magie zu replizieren. Ob Gott und Hexen sie tatsächlich vollbrachten, ist dagegen umstritten, denn dabei zusehen liessen sie sich nie – zumindest nicht von jemandem, der mit den nötigen Skepsis dabei gewesen wäre.

Viel mehr fand man raus, dass es sich oft gar nie so zugetragen hat – und der Schöpfer es sich nur ausgedacht hat.
Oder man fand raus, dass viele Dinge von ganz allein geschehen – und der Designer sich hier mit fremden Lorbeeren schmückt.
Oder man fand raus, dass es mit natürlichen Mittelnd geht – und der Magier das Woohoo nur anstellte um mehr Geld daran zu verdienen.

Die Wunder wurden des Wundersamen beraubt, die Wirkung aber blieb erhalten.
Nein, die Wirkung wurde sogar massiv besser, weil sie vom Wundersamen nicht länger behindert wurde.

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Eda Gregr
18.09.2015 um 09:41

In letzter Zeit quackten meine Wanderschuhe ein bissen. Das ist mir schon aufgefallen. Sorgen machte ich mir deswegen aber keine.
Hätte ich aber lieber tun sollen, denn kürzlich hat sich in der Nacht ein Fuchs in unser Haus geschlichen und hat meinen linken Wanderschuh gestohlen.

Ob er ihn gefressen oder als Kind adoptiert hat, weiss ich nicht.

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Eda Gregr
13.06.2015 um 09:54

Gestern bin ich mit Ava (5 Jahre) an diesem Plakat vorbei gelaufen und sie fand, dass der Mann schon ein bisschen blöd sei.
Und gerade jetzt, als ich die erste Zeile tippe, kam sie, schaute sie und bemerkte trocken, dass er es noch immer auf der falschen Seite mache.

Mir gab das zu denken. Ava weiss nicht, worum es bei der Abstimmung geht, nichtsdestotrotz hat sie eine sehr deutliche Meinung dazu, welches die richtige Entscheidung ist. Ich bin mir nicht sicher, ob das okay ist.

Das Problem ist nämlich auch, dass sich beide Seiten mit einer solchen Grafik bewerben lassen können.
Hier benutzen sie die Gegner der Erbschaftssteuer und versuchen damit zu suggerieren, dass man sich mit der Annahme der Initiative der Existenzgrundlage beraube – wohl weil dann alle reichen Leute und Firmen das Land verlassen werden, was natürlich schlecht für die Schweizer Wirtschaft wäre.
Auch die Befürworter der Erbschaftssteuer hätten die Grafik benutzen können um damit zu veranschaulichen, dass man sich mit der Ablehnung der Existenzgrundlage beraube – wohl weil so auch weiterhin Unmengen an Geld am Fiskus vorbeifliesse und dadurch lebenswichtige Aufgaben des Staates nicht erfüllt werden können. (Wahrscheinlich wäre den Befürwortern allerdings mit einer Grafik besser gedient gewesen, wo der Sägen-Mann auf der richtigen Seite steht und der Ast und die Früchte über ausländischem Boden hängen.)

Während ich das schreibe, fällt mir auf, wie stark das Bild ist. Wenn ich versuche die andere Strategie zu skizzieren, sehe ich mich noch immer wieder unweigerlich auf der falschen Seite. Ich komme fast nicht los von der Metaphorik – was aber nicht heisst, dass sie deshalb besser für die Gegner der Erbschaftssteuer passe, denn das tut sie nicht. Hier gilt, wer zuerst kommt, malt zuerst. Das Bild passt nämlich eigentlich überhaupt nicht als Illustration dieser Initiative, denn die Gegner monieren (völlig zurecht), dass man mit der Erbschaftssteuer versuche den Schweizern eine weitere Steuer auf zu pfropfen (was allerdings nicht zwangsläufig schlecht sein muss). Und sowas illustrieren sie, indem etwas abgeschnitten wird? Ist doch irgendwie widersinnig!

Ein Bild von einem überladenen Weihnachtsbaum, der zu kippen droht, wäre da doch eigentlich wesentlich passender gewesen.
Und die Befürworter hätten gekontert, dass sie mit der zusätzlichen Kugel den Baum wieder ins Gleichgewicht zu bringen versuchen.

Und wenn man schon unbedingt das Bild eines Astes bemüht, der abgesägt werden muss, dann müsste es ehrlicherweise einer zwischen zwei Bäumen sein, von dem man nicht weiss, zu welchem er eigentlich gehört. Auf welche Seite der Schnittstelle sollte man sich da stellen?

ZweiBaume

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Eda Gregr
28.04.2015 um 21:00

Vor etwas mehr als 10 Jahren baute ich die Social Network Plattform Small Universe Projekt um mir die Six Degrees of Separation zu nutze zu machen und im Auftrag von Soso die aus den Augen verlorene Simona zu finden. Ich fand Anne, Gio und etwa 400 andere, nicht aber Simona. Gestern fand ich sie endlich. In meiner Social Network Plattform Konkurrenz, die vier Monate nach mir startete und mich irgendwie überholte… Möge Zuckerbergs Pimmel abfallen.

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Eda Gregr
25.03.2015 um 18:35

TrollIch habe mir hier einen Troll eingefangen.

Am Anfang war es amüsant. Aus seinen Kommentaren ging zwar in der Regel deutlich hervor, dass er nicht wirklich verstanden hatte, um was es in den Artikeln eigentlich geht, doch da ich spektakuläre Gedankensprünge schon immer zu schätzen wusste und einer Diskussion nicht so schnell aus dem Weg gehe, nahm ich mir die Zeit und ging auch auf die neuen Themen ein – insbesondere da man seine Missverständnisse, Irrtümer und Fehlschlüsse nicht einfach im Raum stehen lassen konnte.
Nach einer gewissen Zeit aber hörten die Gedankensprünge auf interessant zu sein, denn zum einen wurden diese völlig berechenbar, denn sie entzündeten sich stets nur an kontroversen Schlüsselbegriffen, und zum anderen wiederholten sie dauend die gleichen Klischees, welche ich bereits etliche Male richtig gestellt hatte. Hinzu kam, dass er mir immer wieder absurde Sachen in den Mund legte und meine Fragen konsequent ignorierte. Ihm ging es offensichtlich nicht um die Diskussion, sondern allein darum seiner Abscheu gegenüber mir und dem, was er meine „Religion“ nennt, Ausdruck zu verleihen.

Und für sowas will ich keine Plattform bieten.

Also erklärte ich ihm, dass er hier nicht mehr länger erwünscht sei, und bat ihn höflich, diesem Blog doch bitte fern zu bleiben.
Da seine Kommentare damit jedoch nicht aufhörten, setzte ich ihn auf die Spamliste. Doch selbst davon liess er sich nicht beeindrucken und postete seine Kommentare fleissig unter fiktiven Identitäten weiter. Die werden zwar nicht mehr automatisch freigeschaltet, doch bevor ich sie löschen kann, muss ich sie natürlich immer auch noch erst lesen.

Und genau hier fängt das eigentliche Problem mit dem Troll an.

Wenn ich was schreibe, dann will ich mir nicht Sorgen machen, wie er mir wohl wieder die Worte im Mund verdrehen wird. Und ich will seine Kommentare nicht lesen. Ich will nicht bestreiten, dass da noch immer hin und wieder ein interessanter Punkt zu finden ist, den ich dann auch aufnehme und in einem Artikel kommentiere. Das ändert aber nichts daran, dass ich mit ihm nichts mehr zu tun haben will. Ihn dauernd im Hinterkopf zu haben, ist nämlich nicht nur lästig, sondern es nimmt mir auch die Lust am schreiben. Es ist sogar noch mehr als das. Ich fühle mich von ihm bedrängt.

Soll ich also klein bei geben und den DisOrganizer schliessen?
Das will ich nicht. Ich teile gern meine Gedanken mit anderen und ich verteidige sie auch gerne. Doch mit ihm will ich sie nicht mehr teilen.

Ich kann ihn nicht daran hindern meine Texte zu lesen, doch ich denke der Anstand sollte es ihm eigentlich gebieten, es zu unterlassen, wenn er weiss, dass er mir damit Unbehagen bereitet.

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Eda Gregr
25.02.2015 um 18:09

Eda: Ava, du bist das laaaaangsamste Mädchen auf der gaaaaanzen Welt.
Ava: Nein, denn dann wäre ich jetzt nämlich noch dort hinten.

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Eda Gregr
05.09.2014 um 10:20

Obgleich ich weder den Atheismus noch den evolutionären Humanismus je als eine Religion bezeichnen würde – allein schon, weil da nicht an die Existenz eines übernatürlichen Wesens (und sei es auch nur die eigenen Seele, die über den Tod hinaus existiert) geglaubt wird, was ja gewissermassen die Quintessenz einer Religion ist – , so kann ich es doch auch nachvollziehen, wenn gewisse Leute, die die Notwendigkeit des transzendenten Aspekts irgendwie übersehen, dies dennoch tun.
Es ist zwar Blödsinn und ausgesprochen peinlich, aber okay, ich weiss ja, worauf es hinaus läuft: Auch Atheisten kommen nicht ohne Glauben aus (statt in eine offenbarte Wahrheit glauben sie einfach an die Gültigkeit irgendwelcher Theorien). Auch Atheisten haben ihre unfehlbaren Hohepriester (Dawkins, Harris & Hitchens). Und auch Atheisten missionieren (indem sie den Glauben anderer madig machen).

Zugegeben, ich referiere hier schon auch mal auf Forschungen, die ich beim besten Willen nicht kapiere.
Und missverständliche Aussagen atheistischer Exponenten interpretiere ich hier in der Regel etwas gnädiger als es Theisten zu tun bereit sind.
Und hie und da ziehe ich hier auch tatsächlich über Religionen her.
Was zusammengenommen der Atheismus-ist-eine-Religion-Logik folgend wohl mit Fug und Recht als das Praktizieren eben jener Religion bezeichnet werden kann.

So weit, so gut.
Nun erhielt ich aber folgenden Kommentar hier in diesem Blog:

Küm­mere dich doch lie­ber um deine ei­gene Re­li­gion!

Wenn ich in einem religiösen Blog rumgestänkert hätte, wäre dieser Rat ja noch nachvollziehbar gewesen: Da diskutieren irgendwelche Leute ihren Glauben, den zu praktizieren sie jedes Recht haben, und dann kommt da so ein aufdringlicher Atheist und macht ihnen alles madig. Ja, sowas ist tatsächlich unsympathisch. Und tatsächlich auch nicht unproblematisch, denn schliesslich hindert der Atheist die Gläubigen daran ihre Religion in Frieden zu praktizieren.
Wenn ich bei einem Strassenaktion rumgestänkert hätte, wo die Gläubigen fremden Menschen unaufgefordert ihren Glauben schmackhaft zu machen versucht hätten, wäre die Sache nicht mehr ganz so eindeutig. Denn genau das gleiche Recht, das die Gläubigen haben ihre religiöse Missionspflicht auszuüben, habe auch ich, die ja darin besteht, auf die Fehler in den Argumenten der Gläubigen hin zu weisen.
Doch ich praktiziere meine „Religion“ hier in meinem eigenen Blog, den nachweislich niemand liest.

Ein Blog ist zugegeben auch öffentlich, vielleicht nicht so sehr wie ein Stand in der Bahnhofstrasse, aber doch wesentlich mehr als der von der Religionsfreiheit garantierte Rahmen, in dem man nicht in seiner Ausübung behindert werden darf: die eigenen vier Wände.
Jegliches zur Schau stellen des eigenen Glaubens ist eine Beeinflussung der Öffentlichkeit, vor der – wenn gewünscht – die Religionsfreiheit ebenfalls schützen kann. Von daher ist es in diesen Fällen Andersdenkenden auch erlaubt diese Aktionen zu kritisieren.
Oder anders ausgedrückt: die Religionsfreiheit ermöglicht jedem Menschen die Religion seiner Wahl auszuüben und oder auch aufzugeben. Und sie verbietet es, ihn daran zu hindern. Das beinhaltet aber nicht, dass auch alles, was dieser von sich gibt, unkommentiert stehen lassen zu müssen. Religiöse Ansichten sind genau wie alle anderen auch uneingeschränkt kritisierbar. Im Interesse eines friedlichen Zusammenlebens empfiehlt es sich lediglich die Kritik mit möglichst wenig Fäkalausdrücken auszuschmücken – das ist aber nur ein nice to have.

Und nun kommt also ein Gläubiger und will mich mit seinem guten Rat zum Schweigen bringen und mich so daran hindern, meine „atheistische Religion“ in meinem eigenen Blog auszuüben…
Das Recht dazu hat er natürlich, schliesslich ist das ein (öffentlicher) Ort, aber – nun ja – es scheint mir schon etwas unsympathisch.

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Eda Gregr
29.08.2014 um 12:43

I am against religion because it teaches us to be satisfied with not understanding the world.
Richard Dawkins

Die Religion bringt einen neugierigen Geist nicht notwendigerweise völlig zum Schweigen, sie empfiehlt aber die Vernunft lieber mit Vorsicht zu gebrauchen.
So wird man durchaus dazu ermuntert, kritische Fragen zu stellen, doch sollte man dabei nie aus den Augen verlieren, dass diese kritischen Fragen stets nur eine Prüfung des Glaubens sind und dass am Ende immer der Glaube siegen muss. Sei es, weil man plausible Argumente gefunden hat, die das ehemals vermeintliche Dilemma auflösen, oder weil man es schafft, trotz des unauflösbaren vermeintlichen Dilemmas zu glauben.

Niemand bestreitet, dass sich Theologen seit jeher mit schwierigen Fragen beschäftigt haben und dass dabei sicherlich eine ganze Menge an Genialität in die Argumente eingeflossen ist.
Fraglich ist lediglich, wie mit den Antworten umgegangen worden ist, die nicht das gewünschte Ergebnis lieferten?
Wem soll man folgen, wenn die Logik etwas anderes gebietet als die Bibel?

Ich ziehe es vor der Logik zu folgen.
Andere hingegen der Bibel – und reden sich ein, dass alles, was von Gott kommt, zwangsläufig gut ist, und dass alles Gute, das schlecht erscheint, und alles Schlechte, das gut erscheint, lediglich eine durch die Ursünde bedingte Verwirrung des Menschen ist.

In dem Sinne:

Prüfet alles, behaltet das Gute.
1. Thessalonicher 5:21

Und tut es am Denkfest:

http://denkfest.ch/

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Eda Gregr
30.07.2014 um 22:39

Erfahrung ist das Α und Ω im aktuellen Stellenmarkt. Genauer: Mehr Erfahrung als es vom Alter her überhaupt Sinn macht!

Das ist natürlich verzwickt, aber bei weitem kein Grund die Flinte ins Korn zu werfen, denn es gibt durchaus eine Möglichkeit dieses scheinbare Paradoxon aufzulösen:

Z E I T R E I S E N

Ob man diese tatsächlich auf sich nimmt oder ob man sich damit begnügt im CV ein klitzekleines bisschen zu flunkern, ist natürlich jedem selbst überlassen. Sollte man sich jedoch für die Flunkerei entscheiden, sollte man lieber ein paar Grundregeln beachten.
Man sollte lieber nicht behaupten, man hätte die Zeitmaschine selbst gebaut, weil der künftige Arbeitgeber womöglich um eine Demonstration bitten würde – und Erklärungen wie Nationale Sicherheit oder Zeitcorps-Direktiven werden nur allzu gern als Ausflüchte interpretiert. Auch Ausserirdische taugen als Erklärung nicht besonders. Die mögen zwar durchaus über die nötige Technologie verfügen, doch so lange die Existenz von extraterrestrischen Besuchern noch nicht offiziell bestätigt ist, neigen HR-Menschen deren Erwähnung als Indiz für einen latenten Hang zu Verschwörungstheorien zu deuten. Eindeutig die besten Chance hat man indessen mit spontanen Wurmlöchern, durch die man unabsichtlich gestolpert ist.  Von denen hat man in der Regel schon gehört und auch davon, dass deren Existenz nicht im Widerspruch zur Physik steht. Wenn man dann noch unauffällig den Begriff Quanten einfliessen lässt, hat man sofort jeden Eso-Affinen auf seiner Seite – und von denen hat’s im HR bekanntlich nicht wenige.
Man sollte lieber auch etwas von der Zeit wissen, in der man angeblich seine Erfahrung gesammelt hat. Nicht unbedingt alles, die Details dürfen gern von der offiziellen Lehrmeinung abweichen. Es macht nämlich sich gut, wenn man bekannte Anekdoten etwas anders erzählt und dann erklärt, wie es dazu kam, dass sich die falsche Version durchgesetzt hat. Grundsätzlich empfiehlt es sich aber die Sonnen- und Mondfinsternisse jener Zeit zu kennen. Die können die Interviewer nämlich relativ einfach und unauffällig vor Ort überprüfen.
Aus psychologischen Gründen sollte man lieber an Projekte gearbeitet haben, die auch heute noch bekannt sind. Doch das kann ein zweischneidiges Schwert sein. Ingenieure sollten sich beispielsweise lieber zuerst sehr gut überlegen, ob sie am Bau vom schiefen Turm von Pisa beteiligt gewesen sein wollen. Er steht zwar noch und er ist weltberühmt. Aber – nun ja – er ist schief. Oder wenn man Mitte des 14. Jahrhunderts eine pharmakologische Weiterbildung in Konstantinopel machte, wird es schwierig die Leuten davon zu überzeugen, dass man nicht am Ausbruch der Pest Schuld war. Ein Praktikum als Investment Banker bei den Medicis, Fuggers oder Rotschilds wäre sicher eine gute Referenz, doch haben die sich bekanntlich auch Feinde gemacht.
Die Mitarbeit an der chinesischen Mauer, ein Volontariat in Gutenbergs Druckerei oder Schiffsjunge auf der Santa Maria sollten aber eigentlich keine versteckten Stolpersteine beihalten.

Ich persönlich erkläre für gewöhnlich, dass mich das besagte Wurmloch ins Mekka des Jahres 610 verschlagen hat und dass ich dort kurzerhand den Islam gegründet habe. Natürlich stösst das nicht nur auf Sympatien, doch keiner würde wagen mich deswegen nicht einzustellen – das wäre nämlich eine unzulässige religiöse Diskriminierung. Sie können auch nicht die inhaltliche Qualität meiner Arbeit beanstanden –  dafür sind den Leuten die Bilder von den Ausschreitungen als Reaktion auf die Karikaturen von mir noch zu präsent. Alles was bleibt, ist, dass ich mit nichts als einem in einem (versehentlichen) Drogenrausch geschriebenen Buch ausgerüstet eine Organisation aufzog, die fast anderthalb Jahrtausende bestand haben sollte – wenn das mal keine Führungsqualitäten sind.

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Wie mies dürfen die Vorschläge von Amazon höchstens sein, damit das in Big Data gesetzte Misstrauen weiter aufrecht gehalten werden kann?

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