Eda Gregr
02.03.2014 um 18:10


Als Kontrapunkt zu den Pontifex-Dialogen möchte heute die Frage in die Runde werfen, inwiefern diese Dame, die offensichtlich in den eigenen vier Wänden gewissenhaft für Sauberkeit sorgt und nicht übermässig viel für ihre Beschuhung ausgibt, nicht dem weiblichen Ideal der abrahamitischen Religionen entspricht?

Jetzt mal abgesehen davon, dass man eine solche Frage nicht illustrieren sollte, respektive sich nicht für eine solche Frage als Illustration zur Verfügung stellen sollte:

Du sollst dir kein Bildnis noch irgend ein Gleichnis machen, weder dessen, das oben im Himmel, noch dessen, das unten auf Erden, noch dessen, das in den Wassern, unterhalb der Erde ist.
2. Mose 20:4

Doch die Frage bleibt. Die Frau beweist Unterwürfigkeit, Hygiene-Bewusstsein, Sparsamkeit und Schönheit. Was, um Gottes Willen kann man da noch mehr verlangen?

An Hochmut leidet sie nicht. Sie ist schön, doch ist sie nicht zu stolz um selbst zu putzen.
An Geiz auch nicht. Sie ist sich nicht zu schade dafür ihre schönsten Kleider zu ruinieren.
An Wollust auch nicht. Sie tut schliesslich alles nur um ihrem Mann zu gefallen und so optimale Voraussetzungen für eine gelungene Fortpflanzung zu schaffen.
An Zorn auch nicht. Sie scheint eher überrascht als wütend zu sein. Ihr scheint das Putzen Spass zu machen.
An Völlerei auch nicht. Schaut euch nur mal diese Figur an.
An Neid auch nicht. Das beweist eindeutig der gelbe Eimer.
Und an Faulheit offensichtlich auch nicht.

Okay, sie macht offensichtlich keine Karriere, ist nicht selbstbestimmt und gleichberechtigt und scheint auch nicht besonders klug zu sein (sie hat nämlich keine Brille), doch das kann man ihr aus biblische Sicht nicht wirklich vorwerfen. Ganz im Gegenteil.

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Eda Gregr
26.03.2008 um 01:13

Wer mag wohl der tugendhaftere Mann sein? Jener, der der Verführung widersteht, auch wenn sie sich verlockend vor ihm räkelt, oder jener, der ihr widersteht, weil er es ihr in weiser Voraussicht von vornherein verunmöglicht hat, sich vor ihm auszuziehen? Für ein harmonisches Zusammenleben innerhalb einer Gemeinschaft mag es schon nützlich sein, konsequent alle möglichen Stolpersteine, die den sozialen Frieden gefährden könnten, aus dem Weg zu räumen, doch ist das für eine zu prüfende Seele keine Herausforderung mehr. Wo bleibt denn da die Willensfreiheit, wenn man keine andere Wahl hat als die Gebote zu befolgen? Natürlich ist es nur zu meinem Besten, wenn sich die Gesellschaft um mein Seelenheil sorgt, doch wenn ich einen Frevel begehe, für den ich ohnehin die ewigen Höllenqualen werde erdulden müssen, weshalb bestraft mich die Gesellschaft schon im Diesseits? Es ist ja nicht so, dass ich der gerechten Strafe entgehen oder dass im Vergleich zu ihr alles, was man mir hier anbieten kann, mehr als Peanuts sein könnte. Vielleicht um mich auf den rechten Weg zu bringen? Mich zu züchtigen bis ich ehrlich und aus tiefstem Herzen bereue? Folgt man der Bibel, in der auf so ziemlich alles die Todesstrafe steht, dann habe ich dank der Strafvollzugspein zwar eine gereinigte Seele, doch nicht mehr allzu viel Zeit diese im Diesseits auszuführen.
Es stellt sich nur die Frage, weshalb die letzte Salbung nicht mit Daumenschrauben vollzogen wird? Mit diesen könnte man den Sterbenden seine Sünden aufrichtig bereuend und geläutert gen Himmel ziehen lassen.

Vielleicht haben Christen deshalb etwas gegen die Sterbehilfe, weil sie in gewissem Sinne das pure Gegenteil einer Daumenschraube ist…

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