Eda Gregr
20.04.2016 um 13:05

BoobsIst eigentlich ziemlich nett raffiniert vom Teufel, dass er vor allem auf die Verführung setzt, denn im Gegensatz zu anderen Strategien der Herbeiführung von Sinneswandel, wie zum Beispiel Gewaltandrohung oder Gehirnwäsche, ist das „Opfer“ hier wenigstens begeistert/überzeugt/angetan von der Sache. Und sollte es dann zufälligerweise doch gut raus kommen, ist man überzeugt davon, dass man eine gute Intuition hatte, während bei den anderen Methoden – sofern man noch fähig ist, sich daran zu erinnern – das ernüchternde Gefühl zurück bleibt, dass man zu seinem Glück gezwungen wurde.

Es gibt grundsätzlich zwei Formen der Verführung: Argumente (möglicherweise nicht gültige) und Brüste (möglicherweise nicht echte). Da aber weder die Anwesenheit von Argumenten noch die von Brüsten die Korrektheit der Hypothese garantiert, die man ihretwegen akzeptiert hat, kann man die Unterscheidung auch ignorieren.

Wenn ich verführt werde, halte ich das, wozu ich gerade verführt werde, für richtig. Es wird sich erst später herausstellen, dass es doch nicht richtig war und das ich bei sorgfältigerer Überprüfung der „Argumente“ es eigentlich hätte ahnen müssen. Und dass der, der mich verführte, es von vornherein wusste und mich absichtlich von den Unstimmigkeiten in der Argumentationskette abgelenkt hat. (Ein Verführer, der überzeugt ist von der Richtigkeit seines Schlusses und der Gültigkeit der Argumente, die diesen nahe legen, ist kein Verführer.)

Wir gehen hier übrigens mal stillschweigend davon aus, dass das Richtige sich mit der Zeit tatsächlich als richtig herausstellen wird und dass das Falsche als falsch. Und dass es weder falsch positive, noch falsch negativ gibt. Und dass es eine Folge von logischen Schritten gibt, die das erklären kann. Voraussetzung, die im Kontext von religiösen Überzeugungen oft nicht – zumindest nicht im Diesseits – gegeben sind. So wird sich beispielsweise ein homosexueller Lebenswandel im Diesseits nicht als nachteilig erweisen – zumindest nicht, wenn irgendwelche religiösen Fanatiker nicht nachhelfen.

Sagen wir also, dass wir im Nachhinein immer wissen, dass und wie wir verführt wurden.
Wie aber stelle ich als bibelkonformer Christ fest, ob das, was ich gerade prüfe, wirklich gut und behaltenswert ist (vgl. prüft aber alles und behaltet das Gute, 1. Thessalonicher 5:21 ) und das Gefühl, dass es gut und behaltenswert ist, nicht nur ein durch Verführung herbeigeführte Illusion ist, die sich nach einiger Zeit verpuffen wird?

Die Fortsetzung des von der Verfolgungs-Prophezeihung (Alle aber auch, die gottselig leben wollen in Christus Jesus, werden verfolgt werden. 2. Timotheus 3:12) hilft uns weiter:

Böse Menschen aber und Gaukler werden im Bösen fortschreiten, indem sie verführen und verführt werden. Du aber bleibe in dem, was du gelernt hast und wovon du völlig überzeugt bist, da du weißt, von wem du gelernt hast, und weil du von Kind auf die heiligen Schriften kennst, die vermögend sind, dich weise zu machen zur Seligkeit durch den Glauben, der in Christo Jesu ist. Alle Schrift ist von Gott eingegeben und nütze zur Lehre, zur Überführung, zur Zurechtweisung, zur Unterweisung in der Gerechtigkeit, auf daß der Mensch Gottes vollkommen sei, zu jedem guten Werke völlig geschickt.
2. Timotheus 3:13-17

Die Prüfung besteht also einzig uns allein im Abgleich mit der Bibel. Selbstständiges Denken ist keine Option – ganz im Gegenteil. Dass die richtige Position auch durch sich selbst überzeugend sein könnte, wird gar nicht erst in Betracht gezogen. Der richtige Weg wird gelernt und befolgt und basta.
Dass es auch gute Gründe für den Weg geben kann, beispielsweise indem Evidenzen für diesen sprechen, ist irrelevant und daher zu ignorieren. Weil Gründe ein Teufelswerk sind.

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Eda Gregr
20.01.2016 um 19:13

Karellen aus Childhood’s End

Gibt es den Teufel?
Wenn ja, ist er den Menschen wohl oder übel gesinnt? Oder sind sie ihm egal?

Will man der Bibel glauben, sind sie ihm nicht egal. Und er ist ihnen ganz und gar nicht wohl gesinnt.
Dumm nur, dass die Bibel von (fanatischen) Anhängern der Nemesis des Teufels geschrieben wurde, was einen nicht gerade optimistisch macht eine objektive Berichterstattung vorzufinden.
Dass sich der Teufel für die Menschen interessiert, erscheint ja noch halbwegs plausibel – andernfalls wären sich die beiden ja nicht in die Haare gekommen1. Aber dass der Teufel die Menschheit ins Unglück stürzen will, passt zu sehr in die Agenda der Christen, als dass man dahinter nicht Propaganda vermuten könnte.
Dass es im Interesse des Gegners ist, dass der andere ein Scheusal ist, bedeutet natürlich nicht, dass dieser deshalb automatisch der Gute ist2, es bedeutet nur, dass die bestehenden Quellen uns nichts verlässliches dazu sagen können.

Berichten über seine Taten und Motive (und Aussehen3) können wir also nicht trauen, wenn sie von den Groupies seines Widersachers stammen. Können wir aber dennoch gerechtfertigte Aussagen über den Teufel machen?
Wenn mein Erzfeind überzeugt davon ist, dass man das Frühstücksei am runden Ende aufschlagen soll, dann werde ich – neben den ganzen Halbwahrheiten darüber, was er so alles gemacht und gesagt hat – natürlich auch diese absurde Vorstellung erwähnen und gegen ihn verwenden. Analog kann man deshalb durchaus annehmen, dass die Ideen, für die der Teufel einsteht, selbst in Hassschriften korrekt wiedergegeben werden, denn schliesslich sind es meist gerade diese Ideale, welche uns voneinander trennen und uns gegenseitig verabscheuen lassen.

Wenn man an den Teufel denkt, denkt man immer zuerst an die Lüge. Doch ist das Lügen nicht etwas, das er den Menschen empfiehlt zu tun, sondern das er (angeblich) anwendet um seine finsteren Ziele zu erreichen4.
Demgegenüber propagiert die Bibel, die sich zwar grundsätzlich gegen das Lügen ausspricht, dass es unter bestimmten Umständen nichtsdestotrotz nötig sein kann zu lügen5. Die Lüge fällt also eher in Gottes Ressort6.

Und dann wäre da noch der Zweifel. Und den hasst Gott mehr als alles andere. Weil Gott die bedingungslose Liebe liebt. Und Zweifel und Bedingungslosigkeit gehen nun mal nicht zusammen.
Und der Teufel scheint tatsächlich für den Zweifel zu stehen. Er fordert auf, alles zu hinterfragen. Dass man auf diese Weise die Wahrheit nicht los wird, scheint ihn dabei nicht weiter zu stören.
Ginge es nach dem Teufel, sollte man Gott erst dann lieben, wenn man sich sicher ist, dass es ihn tatsächlich gibt UND dass er es wert ist geliebt zu werden. Gott muss sich die Liebe also erst verdienen7 8. Einfach zu glauben, dass er sie sich schon irgendwie verdient haben wird, reicht nicht.

Interessanterweise verdanken wir aber so gut wie alle Dinge, die unser Leben friedlicher, gesünder und glücklicher9 machen, eben jenem Zweifel.
Indem wir die fadenscheinigen Gründe für Kriege anzuzweifeln begannen, verhinderten wir Kriege. Indem wir bezweifelten, dass Krankheiten eine Strafe Gottes sind, gaben wir der Medizin eine Chance. Indem wir die Rollen der Rassen und Geschlechter in Frage stellten, sagten wir der Diskriminierung den Kampf an: Wir verurteilen heute dank dem Zweifel Dinge, die von Gott niemals angeprangert wurden. Wir haben dank dem Zweifel ein unbrauchbares Weltbild durch eins ersetzt, das tatsächlich zur Welt, wie sie sich uns zeigt, passt.

Unter dem Strich sieht es so aus, dass der Teufel seine „finsteren“ Pläne umsetzt, indem er die Welt zu einem friedlichen, sicheren und schönen Ort macht.

Mag schon sein, dass wir dadurch faul werden und deshalb nicht schnell genug die Weltraumfahrt entwickeln werden um noch rechtzeitig vor dem Einschlag des nächsten Killerkometen die Erde zu verlassen. Doch irgendwie sieht es für mich nicht so aus, als ob die Religionen in ihren Blütezeiten, sprich als alle nach ihrer Pfeife getanzt haben, in der Raumfahrttechnik irgendwelche bemerkenswerten Fortschritte gemacht hätten.
Ausser natürlich die Scheiterhaufen waren Prototypen von interplanetaren Materietransportern.

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Eda Gregr
14.08.2015 um 11:43

Wofür ist eigentlich der Himmel da? Na um die Lieben zu belohnen.
Und die Hölle? Na um die Bösen zu bestrafen.
Wozu sollte das noch gut sein, die können ja eh nichts mehr draus lernen? Die nicht, aber die, die noch nicht böse sind, die werden es sich dann zweimal überlegen, böse zu werden.
Das heisst, sie werden nun nicht mehr morden und stehlen und unkeusche Gedanken der Nachbarin gegenüber haben? Das wäre zwar durchaus begrüssenswert, doch geht es hier eher darum, ob man Gott und Jesus den nötigen Respekt zollt. Das Morden, Stehlen und die unkeuschen Gedanken sind da eher nebensächlich. Da drückt Gott gern auch mal ein Auge zu.
Das heisst, die Hölle ist nur dazu da, um einen davon zu überzeugen Gott und Jesus den nötigen Respekt entgegen zu bringen – selbst wenn man vielleicht Gründe zu haben glaubt, dass sie diesen gar verdienen? Genau.

Und wie sieht diese Bestrafung in der Hölle denn konkret aus? Sie ist schlimm. Unsagbar schlimm und das für ewiglich.
Kannst du mir das etwas genauer beschreiben? Oder kann man sich das irgendwo anschauen? Nein. Die ist Suspense… Nicht genau zu wissen, was einen da erwartet, macht die ganze Sache nämlich noch viel, viel gruseliger.
Du meinst, wenn man es vor sich sehen würde, könnte es vielleicht sogar dem einen oder anderen masochistisch Veranlagten gefallen, so dass er es dann darauf anlegt ihn die Hölle zu kommen? So in etwa…
Und was, wenn man nicht an die Existenz der Hölle glaubt? In dem Fall ist die Hölle ja nicht wirklich ein überzeugendes Argument Gott und Jesus den nötigen Respekt zu zollen, oder? Dann sollte man es sich lieber nochmals überlegen und vorsorglich doch an die Hölle und die Respektabilität von Gott und Jesus glauben.

Wenn ich also meine Zweifel überwinde und mich an die Respektabiliät von Gott und Jesus zu glauben zwinge, bleibt mir dann die Hölle erspart? Nur wenn es die Richtige Form von Respekt ist.
Gibt es denn falsche Formen von Respekt? Jede Menge.
Und wie erkenne ich, ob ich mich für die richtige Form entschieden habe? Indem du dich nach deinem Tod im Himmel wiederfindest.
Und wie finde ich das schon zu Lebzeiten raus? Gott schickt dir ein Zeichen.
Und kriegen die, die falsche Form von Respekt haben, kein Zeichen? Doch, aber nicht von Gott.
Und merken die, dass es nicht von Gott ist? Die nicht, aber ich.
Und wie? Weil sie morden, stehlen und unkeusche Gedanken haben.
Hat denn noch nie jemand im Auftrag Gottes gemordet, gestohlen und unkeusche Gedanken gabt? Unkeusche Gedanken gehabt noch nie!

Und wer genau quält all die Bösen dann in der Hölle? Gott? Nein, der Teufel.
Der Teufel? Ja, das ist der Engel, der aus dem Himmel verbannt wurde, weil er Gott (und Jesus?) nicht den nötigen Respekt erwies.
Und der hat nun die Verantwortung darüber, dass die Bösen ihre gerechte Strafe erhalten? Genau.
Also motiviert der Kerl, der alles daran setzt, Gott das Leben schwer zu machen, die Menschen dazu, Gott und Jesus den nötigen Respekt zu erweisen? Genau.
Was hat er davon, die Menschen zu quälen? Es bereitet ihm Freude, weil er weiss, dass es Gott Kummer bereitet.
Würde es Gott nicht noch viele mehr Kummer bereiten, wenn die Bösen für ihre Respektlosigkeit in der Hölle belohnt würden? Schon…
Weiss das der Teufel?

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Eda Gregr
16.02.2015 um 20:48

godGott ahnte von vornherein, dass das mit den Menschen nicht gut kommen würde, und so hat er schon mal vorgesorgt und für sie eine Welt erschaffen, die allein durch ihre Form die Menschen umbringen würde.
Eine Kugel lässt sich nämlich nicht kämmen. Da bleibt immer irgendwo ein Wirbelsturm übrig…

Ich frage mich, was passiert wäre, wenn Adam und Eva die Sache nicht verbockt hätten?
Sie hätten sich fortgepflanzt und früher oder später wäre das Paradies aus allen Nähten geplatzt. Vielleicht wäre es aber auch schon vorher zu Hungersnöten gekommen, weil die Nachfrage der sich exponentiell mehrenden Fauna irgendwann das Angebot der Flora überstiegen hätte. Und wenn sich während einer solchen einer der Bewohner Edens an der Frucht der Erkenntnis vergriffen hätte – als wegen Hunger und nicht aus Neugier – wie hätte Gott da wohl reagiert?
Hätte er ihn trotzdem mit Tod und Verbannung bestraft?
Oder hätte er gleich alle Menschen so bestraft? Von jemandem, der die Erbsünde erfunden hat, würde einen das gar nicht mal überraschen.
Und wären Tod und Verbannung unter solchen Umständen nicht vielleicht sogar eine willkommene Erlösung von der paradiesischen Sardinenbüchse?

Wenn ich mal ne Zeitmaschine habe, reise ich zurück an den Anfang und erkläre der Schlange, dass sie wesentlich mehr Unheil anrichtet, wenn sie Eva nicht verführt. Was hätte sie zu verlieren? Wenn sich meine Prognosen nicht bestätigen, kann der Teufel es ja noch immer auf seine Art durchziehen. Ist ja nicht so, dass es eine Dead-Line geben würde.

 

Okay, ich weiss, oberste temporale Direktive und so.
Aber ist es nicht eine noch heiligere Pflicht der Sternenflotte, wann immer es geht, den Qs eins auszuwischen?

Hat sich schon mal ein Mathematiker die Mühe gemacht zu berechnen, wie gross die Unwahrscheinlichkeit ist, dass ein intelligentes Wesen einen Schöpfungsprozess wie jenen in der Bibel beschriebenen entwickelt1?

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Eda Gregr
19.08.2011 um 22:20

Ich habe mal gelesen, dass die Evolutiontheorie Teufelswerk sei. Das gleiche habe ich auch schon über den Koran gehört. Es sieht also so aus, dass wenn der Teufel was schreibt, es offenbar Sinn zu machen scheint. Zumindest für viele. Aber nicht alle. Eigentlich exakt so viele, dass diese mit denen, die es nicht überzeugt, sich maximal in die Haare kriegen können. Denn wären es zu wenige, würde man es vergessen, wären es zu viele, würde es alle überzeugen, irgendwo dazwischen steckt das Potential für Blutbäder.

Seltsamerweise scheint auch die Bibel nur 2 von 7 Milliarden Menschen zu überzeugen, womit es exakt irgendwo dazwischen wäre.

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Eda Gregr
28.08.2007 um 00:27

Ein teuflisches Spiel hat sich Gott da ausgedacht. Unter all seinen Engeln erklärte er einen zum Satan, doch gesagt hat er dies weder diesem noch den anderen Engeln. Er liess nur den Menschen kryptische Hinweise zukommen, auf dass sie gemeinsam mit den Engeln ihre Liebe zu ihm durch den Kampf gegen den Dämon beweisen.
Nun sind Bockfuss, Schwanz und Hörner, entgegen der festen Überzeugung einer Gruppe von Männern, die sich als Spezialisten im Deuten von göttlichen Zeichen verstehen, alles andere als besondere Merkmale bei den himmlischen Heerscharen. Und so wird es niemanden überraschen, dass die erwähnten Experten mal diesen und mal jenen Engel für den Höllenfürst hielten und getreu der Überzeugung, dass dieser doch sicherlich ununterbrochen Lügen würde, das exakte Gegenteil all dessen für die reine Wahrheit hielten, was dieser ihnen an Botschaften brachte.

Und die Moral von der Geschichte ist, dass noch gefährlicher als eine Lüge die nicht akzeptierte Wahrheit ist.

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Eda Gregr
09.02.2007 um 21:20

U1_Dali_TeufelalsLogikerWenn sich zwei über ein komplexes Thema streiten und der eine kann logisch* herleiten, wie der andere zu seiner Position gekommen ist, welchem der beiden Kontrahenten würdest du dann, selbst ohne die Argumente zu kennen, eher die vernünftigere Position attestieren?

*Eine Erklärung für den Irrglauben des anderen, die sich auf den Einfluss des Satans beruft, sollte sollte im Interesse der Rationalität nicht guten Gewissens als logisch bezeichnet werden.

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Eda Gregr
23.11.2006 um 15:55

Am Anfang war nichts außer Gott. Eines Tages bekam er eine Gemüsekiste voller Erbsen. Er fragte sich, woher sie kommen könnte, denn er kannte niemanden außer sich.
Er traute der Sache nicht ganz und ließ die Kiste einfach stehen, oder eher schweben. Nach sieben Tagen zerplatzten die Hülsen, und die Erbsenkugeln schossen mit großer Gewalt ins Nichts hinaus.
Oft blieben dieselben Erbsen, die in einer Hülse gewesen waren, zusammen und umkreisten sich gegenseitig. Sie begannen zu wachsen und zu leuchten, und so wurde aus dem Nichts das Weltall.
Gott wunderte sich sehr darüber. Auf einer der Erbsen entwickelten sich später alle möglichen Lebewesen, darunter auch Menschen, die ihn kannten.
Sie schrieben ihm die Erschaffung des Weltalls zu und verehrten ihn dafür. Gott wehrte sich nicht dagegen, aber grübelt bis heute darüber nach, wer zum Teufel ihm wohl die Erbsen geschickt haben könnte.

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