Als ich mal klein war, habe ich Michael Jackson einen Brief geschrieben, in dem ich ihm anbot, dass er, sollte es ihn mal in die Schweiz verschlagen, ohne weiteres bei uns in Luzern wohnen könne. Meinen Eltern habe ich davon zwar nichts erzählt, aber das wäre schon in Ordnung gegangen.
Ob ich den Brief überhaupt abgeschickt habe, weiss ich nicht mehr, reagiert hat Michael Jackson auf mein Angebot auf jeden Fall nicht. Ich ging bis jetzt immer davon aus, dass er den Brief wohl bei der gleichen Gelegenheit verloren hat wie seine Nase. Sowas kann passieren.
In der Zwischenzeit ist mir aber auch klar geworden, dass es das Schicksal nichtsdestotrotz gut mit mir gemeint hat, denn wer weiss, ob nicht auch ich andernfalls noch traurige Bekanntheit erlangt hätte.
Und nun muss ich lesen, dass Michael Jackson erwägt das Château Gütsch zu kaufen und sich in Luzern nieder zu lassen. Hat er meinen Brief also doch gekriegt und ihn bloss irgendwo verlegt? Ist er wieder aufgetaucht als er seine Neverland-Ranch aufräumte? Und hat er auch seine Nase wieder gefunden?
War er nicht erst kürzlich völlig pleite? Irgendwas mache ich scheinbar falsch mit dem Geld, das ich nicht habe.
Am Montag, 27. März 2006, hat Stanislaw Lem im Alter vom 84 Jahren seine letzte Reise angetreten. Möge diese so spannend und unterhaltsam sein wie jene Expeditionen, auf die er seinerzeit Ijon Tichy in den Sterntagebüchern geschickt hat.
Man kann eine Uhr vorstellen, man kann sie nachstellen und man kann sie schräg aufhängen. Letzteres empfiehlt sich natürlich nur bei analogen Wanduhren. Die gehen dann zwar je nachdem fünf Minuten vor respektive nach, doch ist das ein kleiner Preis für die ersparte mühselige Fiselarbeit.
