Homofenchel

Dass man gegen die Homoehe und deren Recht Kinder zu adoptieren ist, kann ich zwar nicht nachvollziehen, aber doch akzeptieren. Also dass man ein doofes Gefühl bei der Vorstellung hat, nicht dass es nicht erlaubt sein soll, denn das impliziert einige unschöne Dinge…

Ich meine, ich bin gegen Fenchel.
Das heisst, bei einer Abstimmung zur Legalisierung von Fenchel würde ich klar Nein stimmen. Und damit auch gutheissen, dass der Besitz und Konsum von Fenchel strafbar sein wird.
Eine Geldstrafe halte ich erst mal für ausreichend, wenn das aber nicht reicht, dann würde ich durchaus auch eine mehrjährige Haftstafen befürworten1. Eine Tat ist schliesslich  ethisch oder unethisch völlig ungeachtet der darauf stehenden Strafe. Nur weil einem die Strafe auf Fenchelkonsum zu hart erscheint, wird die Sache nicht automatisch okay. Entweder oder.

Wollen die Gegner der gleichschlechtlichen Ehe die beide Partner ins Gefängnis stecken? Und ihre adoptierten Kinder (wieder zurück) ins Weisenhaus? Müssten sie
konsequenterweise, wenn sie gegen die Legalisierung der Homoehe sind.

eine dieser Sachen

Wie oft machst du eine dieser Sachen, die in feeernen Ländern unter Todesstrafe stehen? Die hier vor laaanger Zeit unter Todesstrafe standen.
Und die einige nächstenliebende Menschen auch heute noch gern unter Todesstrafe stehen sehen würden – natürlich nur der Abschreckung wegen – also bloss um sicher zu gehen, dass niemand eine dieser Sache aus versehen macht.

„Gott ist blöd!“

Diesen Satz zu schreiben ist eine dieser Sachen.
Diesen Satz zu „besitzen“ ist eine dieser Sachen.1
Diesen Satz zu lesen ist eine dieser Sachen.
Diesen Satz zu denken ist eine dieser Sachen.

Meine gotteslästerlichen Gedanken im Wandel der Zeit

Lieber Herr Pfarrer

Falls Sie meine Beträge hier auf dem DisOrganizer verfolgt haben, ist Ihnen sicherlich aufgefallen, dass ich hier Sachen schreibe, die mir noch vor ein paar Jahren ziemlich viel Ärger eingebrockt und mich während dem Rest der letzten 2000 Jahre wohl Kopf und Kragen gekostet hätten.

Ich weiss, lieber Herr Pfarrer, dass Sie – obwohl Sie mit meinen Ansichten nicht übereinstimmen und sich hie und da durch meine Äusserungen wahrscheinlich wirklich verletzt fühlen – niemals meinen Tod dafür fordern würden1.

Aber sind Sie sich im Klaren darüber, dass Sie es früher (allein von Berufs wegen) mit Vehemenz getan hätten?

Oder hätten Sie sich schützend vor mich gestellt?
Und sich damit gleichsam zu mir aufs Schafott gestellt?

Gab es eine Zeit und einen Ort, wo die Kirche das Sagen hatte und ich meine gotteslästerlichen Äusserungen nicht mit dem Leben bezahlt hätte?

Wenn ja, wann und wo war das? Und warum hat sich das dann wieder geändert?
Wenn nein… Macht Sie das nicht stutzig?

Es grüsst herzallerliebst
Eda