Eda Gregr
09.07.2017 um 23:00

Da sind diese drei Mädchen, Cleo, Emma und Rikki, die sich nach einem astrologischen Zwischenfalls in einem Kratersee, jedesmal wenn sie mit Wasser in Kontakt kommen, in Meerjungfrauen verwandeln. Abgesehen von dieser Eigenschaft, die es ihnen verunmöglicht je wieder Geschirr zu spülen, verfügt jede von ihnen neu auch über eine besondere Fähigkeit: Cleo kann Wasser verformen, Emma es gefrieren und Rikki es erhitzen.
Und nun verbringen sie ihre Zeit damit in Anwesenheit anderer Wasser zu meiden, zu pubertieren und hie und da eine Schildkröte zu retten1.

Und das, während sie mit ihren Fähigkeiten genau so gut Dürren beenden, Energieengpässe beheben und den Klimawandel abwenden könnten! Was für eine grausame Verschwendung…

Ihre grösste und einzige Sorge gilt dem nicht entdeckt werden. Klar, für Menschen mit übernatürlichen Fähigkeiten besteht immer die Gefahr, dass sie sich irgendwann auf einem Sezier-Tisch wiederfinden und irgendwelche Behörden, Konzerne, Verbrechersyndikate oder traditionelle chinesische Mediziner dabei ertappen, wie sie aus ihren Eingeweiden Profit zu schlagen versuchen. Schliesslich vermögen diese Meerjungfrauen Dinge zu tun, für die eigentlich Unmengen an teurer Energie nötig wären.
Doch selbst in diesem Worst-Case-Szenario werden die Erkenntnisse mit der Zeit durchsickern2 und der Welt damit einen wesentlich grösseren Dienst erweisen, als wenn die Fähigkeiten geheim gehalten und lediglich zur Vertuschung eben jener Fähigkeiten eingesetzt werden. Vielleicht mal abgesehen von der TMC, denn die ist weniger daran interessiert, sich die zugrundeliegenden Mechanismen zunutze zu machen, als viel mehr die Mädels zu Pillen zu verwursten und als Potenzmittel zu verkaufen3.
Für viel wahrscheinlicher halte ich jedoch, dass solche „Mutanten“ von Instituten untersucht werden würden, die ihre Vorgehensweisen von Ethikkommissionen absegnen lassen müssen. Und dass diese Ethikkommissionen ihren Namen auch wirklich verdienen. Das heisst nicht, dass am Ende nicht irgendwelche skrupellosen Geschäftsleute durch windige Tricks sich die ganzen Patente unter den Nagel reissen, doch das hindert uns zumindest nicht daran – im Austausch gegen horrende Lizenzgebühren – die Welt dennoch zu retten.

Ein Gedanke am Rande: Diese optimistische Einschätzung, nämlich dass das Studium der Mädels ihnen kein Leid zufügen würde, leite ich übrigens aus folgender Überlegung ab: Seinen Profit steigern kann man nicht nur damit, dass man die Konkurrenz madig macht, sondern noch viel mehr, indem man sich deren Know how einverleibt. Wenn die Magie (=Esoterik) also tatsächlich funktioniert, dann liesse sich die Wirkung eines schulmedizinischen Medikaments in jeder beliebige Richtung enorm optimieren, wenn man am Ende der Produktionskette einen Alternativmediziner (gern auch gegen dessen Willen) die Präparate segnen (oder was auch immer) liesse. Eine „Investition“, der die Pöse Pharma unmöglich widerstehen könnte. Dass dies aber offenbar nicht gemacht wird, schliesse ich aus der Abwesenheit von Verschwörungstheorien, die das mysteriöse Verschwinden von Wunderheilern, Wahrsagern und Wünschelrutengängern thematisieren.
Okay, das Fehlen der entsprechenden Verschwörungstheorien könnte natürlich auch daran liegen, dass jene, die Verschwörungstheorien verbreiten, die das thematisieren, von geheimen Organisationen mundtot gemacht werden – was dann allerdings wohl auch zur Folge hätte, dass dieser Artikel hier nie von irgendwem gelesen wird…

Ich finde es schade, dass in so vielen Geschichten die Wissenschaft als eine Gefahr für Menschen mit übernatürlichen Fähigkeiten betrachtet wird. Und im Fall von H2O ganz besonders, weil die einzige Person, welche die Meerjungfrau in ihr Geheimnis einweihen, der Klassenkamerad und Wissenschafts-Nerd Lewis ist, welcher die Verwandlung mit wissenschaftlichen Methoden4 zu ergründen und behandeln versucht – man wäre als theoretisch in der richtigen Richtung unterwegs gewesen.
Man könnte den Drehbuchautoren anrechnen, dass sie die Mädels erst gar nie in den Fokus von Wissenschaftlern und skrupellosen Geheimbehörden und Verbrechensyndikaten kommen lassen und sich damit die unweigerlichen Verfolgungsjagden und grausame unterirdischen Laboratorien ersparen, schliesslich ist es ja eine Teenie-Serie mit weiblichem Zielpublikum. Andererseits passieren durchaus Dinge, die jeden vernünftigen Menschen stutzig machen und die Polizei alarmieren lassen würden: Ich will hier nicht spoilern, aber wenn ein Mädchen (sich in einer Juice-Bar mit Wasser bekleckert und dann – um die sich 10 Sekunden später erfolgende Verwandlung zu verheimlichen -) vom Balkon ins Hafenbecken stürzt, dann sollte es die Gäste doch eigentlich schon stutzig machen, wenn das Mädchen nicht mehr auftaucht.

Ich verlange ja nicht, dass alle Bücher und Serien wissenschaftlich sauber sein sollen, alles was ich mir wünsche, ist, dass sie es verdammt nochmal sind! Wenn sie Kindern vorgesetzt werden, dann müssen  sie genauso qualitativen Mindestanforderungen erfüllen wie Nahrungsmittel und Spielzeuge. Wir schützen sie vor der Darstellung von Sex und Gewalt, die es in unserer Welt durchaus gibt, stören uns aber nicht daran, wenn man einen auf die Erde zustürzenden Kometen (eine durchaus reale Gefahr) mit Magie abwendet? Was nehmen die Kinder davon mit? Auf jeden Fall nicht, dass sie Ingenieure werden sollen, die an der Asteroidenabwehr arbeiten sollen.

Das heisst natürlich nicht, dass man nicht wissenschaftlich unplausible Elemente in die Abenteuer integrieren darf. Nur zu. Doch diese sollten spezifisch, als solche erkennbar und quasi die Prämissen der Geschichten sein und nicht lediglich ein Hilfsmittel, das man aus dem Ärmel zieht, um einer brenzligen Situation zu entkommen.

Ein paar Beispiele zur Illustration:
In „Star Trek“ ist eine der Prämissen das Beamen. Man anerkennt deren physikalische Problematik und löst sie mit dem Heisenbergkompensator. Umgekehrt stellt man sich aber auch allen Konsequenzen, die sich daraus voraussichtlich ergeben werden5. Das ist okay.
In „Harry Potter“ dagegen benutzt Hermine im dritten Buch/Film einen Zeitumkehrer. Zweifellos eine originelle Idee, doch wurde vorher oder nachher nie irgendwo erwähnt, dass nicht nur die Wahrnehmung der Zeit durch Magie manipulierbar ist, sondern auch die Richtung. Was insofern wichtig gewesen wäre, weil man mit einem solchen Apparat in der Zeit zurück hätte reisen und Tom Riddle daran hindern können, mit dem Unfug überhaupt erst anzufangen. Klar, geklappt hätte das natürlich nicht, was aber nicht heisst, dass man es nicht dennoch versucht haben würde. Unter dem Strich hätte die Geschichte ganz anders aussehen müssen. Denn Zeitreisen, wenn es sich dabei nicht zum ein zufälliges, nicht reproduzierbares Phänomen handelt, spielen IMMER die Hauptrolle. Von daher ist der Zeitumkehrer in Harry Potter ganz und gar nicht okay.
Im „Per Anhalter durch die Galaxis“ verstehen sich alle Spezies im Universum dank des Babelfisches. Das ist okay.
In „Game of Thrones“ ist die Mauer so gross, dass sie ihr eigenes Gewicht unmöglich tragen kann. Es ist Magie im Spiel, welche aber irgendwie niemand so richtig im Griff hat. Das ist zwar keine befriedigende Erklärung, aber zumindest ist die Frage noch irgendwie offen und es ist möglich, dass sie noch beantwortet wird. Das ist zumindest solala.

Dagegen, dass es in H20 Meerjungfrauen gibt, die über Wasserkräfte verfügen, habe ich nichts. Das ist die Prämisse der Geschichte. Dass sie sich weigern damit zum Arzt zu gehen, weil sie eine falsche Vorstellung davon haben, was dieser mit ihnen anstellen will, kann ich auch noch akzeptieren – wünschte mir aber, dass diese verzerrte Weltbild thematisiert würde. Was jedoch nicht geht, ist, dass die Menschen um die Mädchen herum so bescheuert sind und nicht merken, dass die Gesetze der Physik gerade komplett ausser Kraft sind. Das heisst nicht, dass es nicht eine plausible Erklärung für die um sich greifende Bescheuertheit in der Nähe von magischen Wesen im Allgemeinen und Meerjungfrauen im speziellen geben könnte, doch die müsste genau die präsentiert werden.
Und wenn man das nicht tut, sollte man nicht senden dürfen.

Das ist keine Zensur.
Zumindest genausowenig, wie es Zensur gegenüber der Spielzeugindustrie ist, wenn man ihnen nicht erlaubt selbstentzündbare Babyspielzeuge auf den Markt zu bringen.

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Eda Gregr
18.02.2014 um 23:30

Seit mir der Papst für ein Twitter-Follow einen Ablass vom Fegefeuer offeriert hat, führe ich von Zeit zu Zeit kleinere Dialoge mit dem Pontifex. Dies ist ein weiterer davon:

18. Februar 2014

Papst Franziskus @Pontifex_de
Lernen wir von Jesus zu beten, zu vergeben, Frieden zu stiften, den Bedürftigen nahe zu sein.

Dass Gott uns seine Sympathien durch das Tolerieren der Folter seines „Sohnes“ zeigt, ist zwar etwas bizarr, aber ich will mir nicht anmassen die Etikette fremder Zivilisationen zu bewerten.
Wenn es aber darum geht, die Empfehlungen fremder Zivilisationen darauf zu prüfen, ob sie auch in unserer zu wünschenswerten Ergebnissen führen, so denke ich – insbesondere im Angesicht einer langen Geschichte exzessiver Umsetzungsversuche – diese durchaus beurteilen zu können.

Eda Gregr @meskinaw @Pontifex_de Hätte Jesus mit seinen Superkräften nicht wesentlich mehr Menschen helfen und mehr Frieden stiften können?

Jesus ist ausgestattet mit übermenschlichen Fähigkeiten. Er kann Brot teilen, Kranke heilen, übers Wasser eilen – vielleicht klappt es nicht jedes Mal, aber signifikant häufiger als bloss zufällig ist es allemal.
Seine Worte und Taten haben die Menschen damals und seither dermassen beeindruckt, dass er einen Einfluss auf die Weltgeschichte hatte, wie kaum ein zweiter vor oder nach ihm.
Ich frage mich, wie die Geschichte sich entwickelt hätte, wenn Jesus ein paar Kranke mehr geheilt hätte?

Natürlich hätte sie sich getreu dem Schmetterlingseffekt anders entwickelt, doch ich denke, dass die „Frohe Botschaft“ ähnlich genug geblieben wäre, um auch zweitausend Jahre nach seinem Tod noch die Menschen zu berühren und sich in einer Beziehung mit ihm zu befinden glauben.
Das gleiche gilt wohl auch für den Fall, wenn er ein paar Kranke weniger geheilt hätte.
Gar keine zu heilen, hätte indessen verhängnisvoll für das Christentum sein können, weil ein bisschen Wunder braucht es für eine religiöse Karriere dann aber doch.
Obwohl sich eine exakte Zahl wohl kaum wird beziffern lassen, wird es wahrscheinlich schon ein Minimum an Heilungen geben, mit denen ein minimalistischer Religionsstifter gerade noch durchkommt. Ich will nicht ausschliessen, dass auch Leute ohne jegliche Heilungen religiöse Kulte initiieren können, doch wenn wie bei Jeus bekannt ist, dass sie heilen können, es aber nicht tun, dass das dann schon eher verhängnisvoll sein wird.
Wie dem auch sei, ich nehme nicht an, dass Jesus ein Minimalist war und sich daher eher deutlich über dem Minimum befand – was ihm all die Kranken über dem Soll sicherlich danken werden.
Hätte Jesus noch mehr Menschen heilen können, wenn er sich etwas mehr angestrengt hätte?

Oder wenn er seine Heilbemühung etwas effizienter gestaltet hätte. Blinde und Lahme zu heilen ist zwar super, aber wenn Jesus während dieser Zeit stattdessen Menschen mit Infektionskrankheiten geheilt hätte, hätte er wesentlich mehr Menschen geholfen, denn Blindheit und Lahmheit sind nicht ansteckend.

Etwas deutlichere Worte bezüglich der Sklaverei hätten der Menschheit auch sehr viel Leid erspart.
Okay, es heisst, dass das jener Zeit noch zu weit voraus gewesen sei. Soll das heissen, man hätte Jesus, wenn er sich für den Abolitionismus eingesetzt hätte, zum Tode verurteilt? Oder seine Lehre wäre deswegen in Vergesseneheit geraten?
All das durch die Sklaverei verursachte Leid im Christentum ist ein Teil des Preises dafür, dass das Evangelium fortbestehen konnte?

Oder wie wärs mit einer deutlicheren Ansage in Sachen Hygiene? Nirgends sagt Jesus, ein Heiler solle sich zwischen der Behandlung von zwei Patienten die Hände gut waschen. Ich denke nicht, dass er mit diesem Tipp irgendjemandem auf den Schlips getreten wäre. Und wieviele Menschen hätten damit gerettet werden können?
Oder wenn er das Geheimnis der Impfung offenbart und etwas über Bakterien und Viren erzählt hätte…
Sicherlich hätten in der Geschichte der Menschheit damit mehr Leben gerettet werden können als mit „Liebe deinen Nächsten“.

Hätten unmissverständliche Tipps, deren positive Wirkung man sich zu jener Zeit  noch nicht erklären konnte, den Erfolg der Bibel wirklich gefährdet?
Hat Jesus wirklich das Beste aus seinen übermenschlichen Fähigkeiten herausgeholt?
Für uns, nach 2000 Jahren, macht es keinen Unterschied, ob es 100 oder 101 Menschen geheilt hat. Für den einen Kranken aber schon.

Lernen wir von Jesus zu beten, zu vergeben, Frieden zu stiften, den Bedürftigen nahe zu sein.
Pontifex
Ich denke, es gibt effektivere Wege die Welt zu einem besseren Ort zu machen.
Eda


An Superhelden müssen andere Massstäbe angelegt werden.
Und wenn sie nur wie tolle Menschen handeln, dann sind es wahrscheinlich nur Menschen.

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Eda Gregr
12.11.2013 um 23:54

Ich habe die Superhelden bisher vor allem in ethischen Fragen kritisiert, resp. beraten, doch auch die Superkräfte an sich bergen gewisse Probleme. Ganz fundamentale Probleme, die man nicht so einfach ignorieren sollte, wenn man auch nur einen Pfitzelchen Wert auf Plausibilität legt.

TEDed – Superhero Sciences

Und damit hätten wir wohl auch ein für alle Mal den Beweis erbracht, warum Superhelden Comics nicht der Science Fiction anzurechnen sind. Nicht dass dort die Physik stets bis ins letzte Detail aufgehen würde, doch so schnell sollte sie definitiv nicht ins Schlingern kommen. Schade eigentlich.

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Eda Gregr
11.11.2013 um 23:56

Superman fliegt bekanntlich bloss vor lauter Kraft. Zumindest war das ursprünglich so. Das Fliegen kam in den Comics erst später – möglicherweise aus dem Bedürfnis heraus auch mal während eines Sprungs die Richtung ändern zu können. Wohl aufgrund eines Rückgangs der planerischen Fähigkeiten von Superman.

Da fragt man sich doch, ob Bodybuilder irgendwie dem Traum vom Fliegen näher sind als wir Normalgebauten?

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Eda Gregr
10.11.2013 um 10:56

Nick Fury kenne ich natürlich, doch bis heute war mit nicht klar, dass er auch 1998 von David Hasselhoff verkörpert wurde. Ist das nur an mir unbemerkt vorbeigegangen oder ist das Teil eines Plans und ganz Europa ist betroffen?

Die Sache ist nämlich die, dass ich den starken Verdacht hege, dass wenn dieser Film ins öffentliche Bewusstsein vorgedrungen wäre, dass sich die Geschichte der letzten 15 Jahre massiv anders entwickelt hätte.
Wenn man sich Samuel L. Jackson oder die anderen Agenten von S.H.I.E.L.D. (Clark Gregg als Phil Coulson, Brett Dalton als Grant Ward oder Chloe Bennet als Skye) ansieht, dann weckt das eine ganz andere Erwartungshaltung gegenüber den Geheimdiensten der USA.

Grob gesagt, hätte sich nichts James Bond als Prototyp eines Spions etabliert sondern Nick „The Hoff“ Fury, dann wäre sowas wie die Snowden Affäre nie und nimmer möglich gewesen. Nicht dass die NSA nicht versucht hätte, ihre dunklen Machenschaften umzusetzen, man hätte sich von ihnen aber nicht einschüchtern lassen und ihnen einfach eins über die Finger gehauen.

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Eda Gregr
17.09.2013 um 12:40

Nehmen wir an, ein Superschurke schleicht sich undercover ins Bundeshaus ein. Nicht, dass er durchs Fenster einsteigt oder sich mit gefälschtem Ausweis Zutritt verschafft, sondern auf die ganz fiese Tour, indem er sich erst in den Nationalrat oder Ständerat und später in den Bundesrat wählen lässt.
Ich frage mich, wie viel Schaden ein Superschurke da maximal anrichten könnte?
Ich meine nicht, wenn er das Mobiliar zertrümmert oder Staatsgeheimnisse an ausländische Regierungen verkauft, sondern auf ganz legale Weise mit den ihm zur Verfügung gestellten Machtbefugnissen und Mitteln.

Wenn man sich so umhört, könnte man meinen, es wimmle da bereits von solchen Leuten.

Ich frage mich, wie viel Vertrauen man vernünftigerweise in die Regierung haben sollte?
Natürlich ist an ein bisschen Misstrauen nichts auszusetzen und auch institutionelle Kontrollen haben ihre Notwendigkeit, doch damit die Regierung ihrer Arbeit nachkommen kann, muss sie schon auch einen gewissen Handlungsspielraum haben.

Wenn man sich so die Arbeit unserer Regierung anschaut und sie mit jener des hypothetischen  Superschurken vergleicht, sieht es dann nicht eher danach aus, dass sich die Regierung aus ganz normalen Menschen mit ganz normale Vorstellungen und ganz normalen Fehlern zusammensetzt? Dann müsste man doch eher Gesetze einführen, die vor normaler Blödheit schützt als vor durchtriebenen Superschurken, oder?

Oder ist das nur ein geniales Ablenkungsmanöver? Das Dilemma mit dem Superschurken im Bundehaus ist nämlich, dass er beim „Skeptiker“, der ihn durchschaut hat, nicht mal dann aus dem Fadenkreuz treten kann, wenn er die Schweiz und die Welt in ungeahnte Zufriedenheit und Wohlstand führt. Ganz im Gegenteil, denn er wird in dieser auf den ersten Blick philantropische Tat einen diabolisch Plan erkennen, wie man die Schweiz umso tiefer ins Verderben stürzen kann.

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Eda Gregr
09.09.2013 um 10:45

SupermanClark Kent hadert mal wieder mit seinem Schicksal. Fragt sich, was er mit seinem Leben und seinen Superkräften anfangen soll. Sein (irdischer) Vater Jonathan (Kevin Costner) empfielt ihm Bauer zu werden. Das seien die Kents schon seit fünf Generationen.
Das ist es es aber nicht so ganz in den Laseraugen vom Mann aus Stahl.
Doch könnte er als Superbauer nicht mehr Menschen retten als wenn er hie und da ein Kätzchen vom Baum rettet?

Klar, Superman wurde mit seinen Fähigkeiten erfunden, damit er spektakulär dem Bösen entgegentreten kann. Doch braucht es, um einem Schurken wie Lex Luther das Handwerk zu legen, wirklich Stärke? Reicht nicht auch solide Polizeiarbeit und die Steuerfahndung?
Im Prinzip schon, so wird Supermans Verteidiger einwenden, doch da Polizei und Politik korrupt sind, funktioniert das eben leider nicht.
Sollte dann Superman sich nicht eher der Korruption annehmen als der Verbrecherjagd? Als Reporter beim Daily Planet wäre Clark Kent da sogar an der richtigen Adresse. Und wenn der Zeitung von zwielichtigen Interessengruppen Steine in den Weg gelegt würde, wer wäre da besser geeignet, diese wieder aus dem Weg zu räumen, als Superman? Er könnte im Notfall sogar die Zeitung selbst verteilen…

Reale Bedrohung

Gehen wir die Sache pragmatisch an. Welches sind die grössten Bedrohungen der Menschheit? Das Millenium Project listet die folgenden 15 Punkte auf:

  1. Nachhaltige Entwicklung der Welt und Klimawandel
  2. Versorgung mit sauberem Wasser
  3. Bevölkerungswachstum und Ressourcen
  4. Autoritäre Regime und Demokratie
  5. Langfristige Ziele in der Politik einführen
  6. Informationsgesellschaft für alle
  7. Ethisches Wirtschaften, das die Kluft zwischen Arm und Reich verkleinert
  8. Bedrohung durch Krankheitserreger
  9. Behörden und Institutionen handlungsfähiger machen
  10. Ethnische Konflikte, Terrorismus, Massenvernichtungswaffen
  11. Rechte der Frau
  12. Organisierte Kriminalität
  13. Steigender Energiebedarf der Menschheit
  14. Wissenschaftliche und technologische Innovationen zur Verbesserung des Lebens
  15. Ethische Standards als Grundlage globaler Entscheidungen

 

Reale Lösungen

Manches davon sollte sich doch eigentlich relativ leicht mit Hilfe von Supergeschwindigkeit entschärfen lassen: Lieferung von Kondomen, Pizzas und Informationen, resp. Abtransport von Waffen, Viren und Demagogen (zugegeben, ein Abtransport ist ethisch nicht völlig unbedenklich, doch eine harmlose Verschiebung um jeweils 2 Meter sollte es eigentlich auch tun.)
Zur Lösung der Energieprobleme könnte man Superman in einen leistungsfähigen Laufrad-Strom-Generator stecken.
Auch artgerechte und risikofreie Landwirtschaft sollte dank Superman kein Problem mehr darstellen. Massentierhaltung und Monokulturen sind nicht mehr nötig. Geerntet wird individuell und aus dem höchst eigenen heimeligen Habitat.
Bergbau betreibt Superman im Asteroidengürtel, geliefert wird über den Weltraumlift, den Superman zu installieren geholfen hat.
Superman übernimmt die Müllabfuhr. Global. Und entsorgt auch den ganzen Müll, der die Umwelt belastet.
Und irgendwie wird sich sicher auch die eine oder andere seiner Fähigkeiten zum Reziklieren eignen. Und ich bin sicher, Superman könnte auch mal für die Bienen einspringen und ihnen ihren wohlverdienten Urlaub ermöglichen.
Auch als Wahlbeobachter oder als Blauhelmstrumpf könnte er tätig werden und allein durch seine Präsenz so manche politische Situation entschärfen. Wenn er einfach vor Ort ist, wenn irgendwo Unrecht passiert, sollte das schon seine Wirkung zeigen. Vor allem, wenn er gleich eine Delegantion des UN-Tribunals mit sich führt.
Selbst als Versicherungsvertreter hätte er grosses Potential, denn ihm entgeht kein Betrug und alle bekommen, was ihnen wirklich zusteht – selbst wenn sie es selbst nicht wissen.
Und wenn er keine Skrupel hat Menschen auch gegen ihren Willen zu helfen, dann könnte er alle Menschen impfen.
Oder er könnte auch an Weihnachten den Santa Claus spielen.

So gut wie alle Probleme auf der Bedrohungs-Liste sind verursacht in der einen oder anderen Form durch einen Mangel an Effizienz. Sei es ein Herstellungsprozess, ein Filter oder eine Kontrollinstanz. Mit Superman ist das alles aber überhaupt kein Problem mehr, denn Effizenz = Ertrag / Aufwand & AufwandSuperman = 0.

Einschränkung

Das einzige Problem ist, dass sich so zwar durchaus eine schöne neue Welt aufbauen lässt, doch ist das Ganze nicht wirklich nachhaltig. Denn alles ist allein auf Superman aufbaut und selbst seine Ressourcen sind voraussichtlich nicht unerschöpflich. Es bleibt aber zu hoffen, dass seine Werke lediglich eine Starthilfe sind und die Sachen dann selbst laufen.

Supermans Verteidiger wird wohl nach dem Verbleib der Superschurken fragen. Die Frage ist berechtigt, doch ich denke, dass diese sich nicht weiter von einem Supermüllman bedroht fühlen würden und ihn daher nicht weiter bei der Arbeit behindern würden. Und ich bin auch überzeugt, dass der Schaden, den sie anrichten, trotz allem kleiner sein würde, als der Schaden, den Superman in der gleichen Zeit beheben kann.

Konklusion

Selbstverständlich sind die hier erwähnten Lösungen wohl selbst für einen Superman zu viel, geschweige denn von all den anderen Möglichkeiten, an die ich bisher noch gar nicht gedacht habe, doch allein schon das Umsetzen einer davon ist ohne Zweifel besser als nur eine einzige Stadt von der Kriminalität zu säubern.
Das heisst, der Moment, in dem sich Clark Kent dagegen entscheidet ein Bauer zu werden, ist der Moment, in dem der Welt ein Schritt in eine bessere Zukunft entgangen ist.

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Eda Gregr
17.07.2013 um 19:49

Seit mir der Papst für ein Twitter-Follow einen Ablass vom Fegefeuer offeriert hat, führe ich von Zeit zu Zeit kleinere Dialoge mit dem Pontifex. Dies ist ein weiterer davon:

17. Juli

@Pontifex
God is so merciful toward us. We too should learn to be merciful, especially with those who suffer.

Eda Gregr @meskinaw
@Pontifex God created life. We too should learn to create life. For example a mammoth. Cool!
@Pontifex God made the Flood. We too should learn to flood the world. With the climat change we are on right track. Cool!
@Pontifex God allowed to nail his son on a cross. We too should … Forget it!
@Pontifex Quod licet jovi licet bovi?

Das ist so eine Sache beim Christentum, mit der ich etwas meine Mühe habe: Dass wir uns ein Beispiel an Jesus (und Gott) nehmen sollen.
Auf den ersten Blick erscheint das natürlich sehr schön, denn Jesus war angeblich ein netter Zeitgenosse (und Gott soll auch ein lieber sein). Was ist also daran auszusetzen, wenn man seinen Idolen folgt?

Superman ist auch ein lieber und es ist zweifellos heldenhaft verängstigte Kätzchen von Bäumen zu retten. Doch die fehlenden Superkräfte setzen mir Grenzen, was die Imitation seiner Taten betrifft. (Mal abgesehen davon, dass man mit solchen Superkräften wesentlich besseres anstellen könnte.)
Macht es da wirklich Sinn zu sagen, ich möchte so wie Superman sein, einfach ohne die Superkräfte? Denn was bleibt von Clark Kent dann noch übrig? Der nette Kerl von nebenan. Wenn überhaupt…
Sich herausreden zu wollen, dass es weniger um die Taten, sondern viel mehr um den Willen geht, zieht leider nicht. Denn beispielsweise das Wissen um die Unverwundbarkeit lässt das „einem Bösewicht entgegentreten“ wesentlich weniger heldenhaft sein als wenn man normalsterblich ist. Insofern ist womöglich der nette Kerl von nebenan, wenn er einer alten Dame über die Strasse hilft, wesentlich mutiger als wenn es Superman in einer Strumpfhose tut – weil dieser es ohne seine Superkräfte im Wissen, dass es eine Hell’s Granny sein könnte, womöglich gar nicht getan hätte.

Bei Jesus ist es aber noch viel, viel krasser!

Jesus ist ja, wie er selbst in Johannes 10:30 sagt, eins mit Gott. Das heisst, seine Superkräfte umfassen Allwissen, Allmacht und Allgüte. Das hat er auch angeblich bei manchen Gelegenheiten eindrücklich demonstriert (wobei man festhalten sollte, dass er weit besseres mit seinen Superkräften hätte anstellen können).

Mit ganzem Herzen an die Existenz von was Absurdem zu glauben (was in den Augen Gottes ja wichtiger ist als jede gute Tat) ist angesichts so verrückter Sachen wie übers Wasser laufen, Tote zum Leben erwecken und 5000 Leute mit nur einem Fisch zu füttern relativ einfach. Und es dürfte vergleichsweise schwierig sein die gleiche Inbrunst hinzukriegen, wenn man nur gerade jemandes Laktose-Intolerant wegzubeten fähig war. Insbesondere wenn nicht mal sicher ist, ob es überhaupt eine war.

Wenn es um ethisches Handeln geht wird es noch absurder. Als Allwissender kennt Jesus die Konsequenzen seiner Handlungen und kann sie entsprechend ausrichten. Wir dagegen kennen die Zukunft nicht und können uns nur an ein paar einfältige Regeln halten – und hoffen, dass das reicht um möglichst wenig Schaden anzurichten.
Weshalb halten die meisten Superhelden ihre Identität geheim? Um ihre Familie und Freunde zu schützen. Nicht so Jesus. Nicht nur, dass er ein verantwortungsfreies Vagabundenleben führte, er opferte viel mehr sogar seine Freunde absichtlich seiner Wahnvorstellung.

Wenn man von mir verlangt, dass ich mir an jemandem ein Beispiel nehme, dann müssen wir auch nach dem gleichen Massstab beurteilt werden.
Was Gott betrifft, so hat er im alten Testament eine Menge angestellt und anstellen lassen, was definitiv auf keine Kuhhaut geht. Und was Jesus betrifft… zum Menschsein gehört es doch auch Fehler einzugestehen… Jesus hat sie meines Wissens nie für die Gräueltaten seiner Vaters entschuldigt oder auch nur von ihnen distanziert. Er hat sich aber auch nicht deutlich genug gegen die Diskriminierung von Leuten aufgrund von ethnischer Zugehörigkeit, Hautfarbe, Geschlecht, sexuelle Orientierung, Religion, Alter, Gesundheitszustand und weiterem ausgesprochen. Das ist für einen Allwissenden, der als ethisches Vorbild fungieren will, nicht entschuldbar. Er hat sich auch nicht deutlich genug gegen die Sklaverei ausgesprochen. Auch das ist für einen Allwissenden, der als ethisches Vorbild fungieren will, nicht entschuldbar.
Und wenn es doch gute Gründe dafür geben sollte, dies alles gut zu heissen, dann ist es nicht entschuldbar, wenn man diese Gründe nicht klar verständlich vorträgt. Stille Ablehnung und Zustimmung sind keine ethisch akzeptiertbaren Verhalten.

Und selbst wenn er sich da noch rausreden könnte, bleibt immer noch, dass das Tolerieren, dass jemand mit einer ewigen Folter in der Hölle bedroht wird, nie und nimmer tolerierbar ist.

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Eda Gregr
24.06.2013 um 13:25

Ist dem Königreich wirklich mehr gedient mit einem hübschen Prinzen als mit einem sprechenden Frosch?
Man überlege nur mal, wofür man einen intelligenten, sprechenden Frosch alles einsetzen könnte: Nachrichtendienstaufgaben, Erkundungsmissionen, strategische Insektenbekämpfung und nicht zu vergessen Wiederbeschaffung von golden, in den Brunnen gefallenen Gegenständen.
Und wenn er sein „Talent“ an die nächste Generation vererben kann, dann wirds erst richtig spannend. Das Problem beim Planet der Affen war, dass die beiden Primatenarten um die gleiche ökologische Nische gerungen haben. Und sowas kann nicht gut ausgehen. Mit intelligenten Fröschen würde sich dieses Problem nicht stellen.
Natürlich müssten ein paar, für viele wohl unangenehme Grundsatzentscheidungen getroffen werden und den Fröschen die gleichen Rechte wie den Menschen eingeräumt werden (weil andernfalls leider sowas wie Čapeks Krieg mit den Molchen drohen würde). Doch wenn man das hinkriegt – und ich denke, dass dies durchaus im Bereich des Möglichen liegen sollte – dann könnten die beiden Spezies in einer Symbiose neue ungeahnte Stufen der Zivilisation erklimmen.

Ist es im Ausblick auf solche Möglichkeiten nicht ungeheuer egoistisch von der Prinzessin das Wohl der Reiches und der ganzen Menschheit zugunsten ihres Liebeslebens zu opfern? Sollten nicht ausgerechnet Prinzessinnen zu Anderem, Höheren erzogen worden sein?

Nun gut, vielleicht bin ich auch nur ein Idealist und die Prinzessin hatte das alles gründlich durchdacht. Und womöglich ist sie zum Schluss gekommen, dass die Risiken trotz allem die Chancen überwiegen. Und deshalb hat sie den Frosch auch nicht geküsst, sondern an die Wand geschmettert.

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Eda Gregr
23.06.2013 um 13:32

Mit dem verschwinden von Drehtüren und Telefonkabinen verschwinden die letzten Rückzugsgebiete von Superman. Wie smart ist es, dass mein Telefon mir den nächsten Dönerladen vorschlagen kann, doch mit seiner puren Existenz und Verbreitung verhindert, dass ein Kätzchen vom Baum gerettet werden kann, ohne dass der Staatshaushalt wegen der enormen Kosten eines Feuerwehreinsatzes geschröpft wird?
Telefonkabinen sind eben nicht allein zum Telefonieren da.
Superman ist wahrscheinlich nur der erste, der den neuen Technologien zum Opfer gefallen ist. An nanotechnologisch behandelten Hauswänden, die Graffiti abweisen, kleben auch Spidermans Netz nicht mehr. Der Lichtverschmutzung vorbeugende Massnahmen verhindern, dass Commissioner Gordon guten Gewissens in Zeiten der Not das Batman-Zeichen in die Wolken projizieren kann. Kuscheljustiz und Wir-haben-uns-alle-ganz-doll-Lieb-Weltanschauungen lassen den Hulk in ein friedliches Koma fallen.
Entweder richten wir Superheldenschutzgebiete ein, oder wir finden uns damit ab, dass wir die jetzigen in Pension schicken und der Evolution die Gelegenheit lassen, uns neue zur Verfügung zu stellen. Superhelden, die an die aktuellen Nischen von Verbrechen und Technologien angepasst sind.

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Eda Gregr
01.01.2007 um 00:07

Dies ist ein Aufruf an die Welt. Schreibt dieses Jahr das Datum – wo immer möglich – im Format: 01.01.007. Ansonsten könnt ihr natürlich tun und lassen, was immer ihr wollt.

Rumpeldipumpel

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Eda Gregr
09.10.2005 um 22:55

Der unbestritten gefährlichste Stunt der Filmgeschichte wurde nicht etwa von einem profesionellen Stuntman vollführt sondern von Vin Diesel alias Xander Cage im Showdown des Films xXx. Nachdem er das Überwasserunterseeboot versenkt hat, taucht er unmittelbar bei der Karlsbrücke aus der Moldau auf. Natürlich ist die Szene vom Auftauchen selbst in einem Studio nachgestellt worden, doch die Szene, wo er auf einer Mole sitzt und die Füsse ins Wasser baumeln lässt, ist echt. Wenn ihr die Wasserqualität der Moldau schon mal genauer unter die Lupe genommen habt, dann wisst ihr, das dies zweifellos der spektakulärste und nervenaufreibendste Stunt aller Zeiten ist.

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Eda Gregr
25.08.2005 um 14:45

In der Septemberausgabe von Biology Letters wird ein Paper veröffentlicht werden, in dem gezeigt wird, dass Fledermäuse, die im offenen Raum jagen, verhältnismässig kleine und schmale Flügel haben, verdammt schnell sind, dafür aber nicht so wendig. Und, sie haben ein im Vergleich kleineres Gehirn als ihre langsameren, manövrierfähigeren Gattungsgenossen, die im Wald jagen. Offenbar kann die Evolution / der Intelligente Designer / das Flying Spaghetti Monsterism auch zu kleineren Gehirnen führen.
Sei es nun um Energie und Masse zu sparen oder um Schuhen nicht allzuviel Raum im geistigen Leben einräumen zu müssen. (Es ist doch noch immer so, dass Frauen ein tendentiell grösseres Gehirn haben und mit schnellen Autos nicht so gut umgehen können, oder?)
Die erwähnte Studie auf Menschen zu übertragen, ist natürlich Humbug, doch sollten wir uns im Klaren darüber sein, dass die Dinge aus einem ganze bestimmten Grund so sind, wie sie sind. Nämlich, weil sie sich so bewährt haben und nicht weil sie so richtig sind.

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Eda Gregr
15.07.2005 um 10:17

Uma Thurman spielt eine Superheldin, die sich in einen Normalsterblichen (Luke Wilson) verliebt. Nachdem dieser sie dann aber verlässt, fängt sie an, ihre Superkräfte dafür einzusetzen, ihm das Leben zur Hölle zu machen.

Dieser Plot hat Potential. All diese hochgestochene Zerrissenheit der Superhelden in der Vergangenheit ist doch arg affektiert. Es ist nicht die Entscheidung zwischen Gut und Böse, denn das ist billigste Schwarz-Weiss-Malerei, sondern die Konfrontation mit dem Leben, die eine gute Geschichte ausmachen.
Die Menschheit zu retten schliesst nicht aus, dass man hysterisch dem Ex das Leben schwer macht.

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