Eda Gregr
31.07.2012 um 00:47

Vorgesetzter: Sie unterschätzen sich, sie können viel mehr, als sie denken.
Untergebener: Sie überschätzen mich, ich kann viel weniger, als sie denken.

Nur einer kann recht haben. Wessen Einschätzung ist verhängnisvoller für die Firma?

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Eda Gregr
16.07.2008 um 22:17

Seine Freundin hat ihn verlassen. Das ist, wie wir alle wissen, eine traumatische Niederlage. Doch ein Soldat muss im Gefecht auch Rückschläge einstecken können. Er muss selbst dann noch klaren Kopf bewahre und weiterkämpfen, wenn die Lage für ihn aussichtslos erscheint. Es liegt schliesslich nicht am Soldaten zu entscheiden, wann Schluss ist – wo kämen wir da hin? Und wenn alles andere nicht mehr funktioniert, so macht man weiter als Guerillia. Verschickt eMails und SMS und schreckt auch vor nächtlichen Telefonaten nicht zurück. Was ein echter Soldat ist, der hört nicht eher auf, als bis ihm eine legitime Instanz Einhalt gebietet. Also der Offizier, die Uno oder das Landgericht. Wäre ja zu schön, wenn dies der Feind tun könnte.
Ich plädiere daher nicht nur dafür, Armeechef Nef im Amt zu belassen, sondern ihm zusätzlich noch einen Orden für Tapferkeit vor dem Feind zu verleihen, denn er hat sich seiner Ex gegenüber mit militärische Disziplin verhalten, die weit über das hinaus ging, was man von einem braven Soldaten hätte erwarten dürfen.

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Eda Gregr
18.04.2008 um 17:02

Es ist ein Fakt, dass den nächsten Schritten des Managements stets ein breites Spektrum von Gerüchten vorauseilt, von ernstzunehmenden bis hin zu haarsträubenden. Ebenfalls unbestreitbar ist, dass die Untergebenen ein grossen Teil ihrer kreativen Energie in die Weiterentwicklung und Verbreitung der Gerüchte investieren. Damit in direktem Zusammenhang steht, dass die Gerüchte einer gewissen Evolution unterworfen sind: unplausible und nicht originelle geraten in Vergessenheit, während plausible und originelle weiter verbreitet werden und eher sogar noch an Plausibilität und Originalität gewinnen.

Der gute Chef weiss dies zu nutzen, indem er sich all die Gerüchte anhört und das beste dann umsetzt.

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Eda Gregr
05.06.2007 um 17:21

In Sachen Führung ist uns die Zukunft weit voraus, wie der folgende kurze Dialog eindrücklich demonstriert:

Kirk: Scotty, wie stark hat es uns erwischt?
Scotty: Es sieht übel aus, Captain.
Kirk: Wie lange brauchst du zur Reparatur?
Scotty: Mindestens vier Tage, Captain.
Kirk: Du hast sechs Stunden!
Und Scotty schafft es in zwei.

Der gute Vorgesetzte spornt seine Untergebenen zu Höchstleistungen an, lässt ihnen aber gleichzeitig die Chance, ein Wunder zu vollbringen. Ein zeitgenössischer Chef würde dagegen im Interesse der Produktivität nach einer ersten solchen Erfahrung dem Chefingenieur das nächste mal gleich nur noch eine Stunde geben, weil sich da sicherlich noch das eine oder andere wird optimieren lassen. Diese Einstellung mag vielleicht der Gewinnmaximierung dienen, doch sie bringt niemanden dorthin, wo noch nie ein Mensch zuvor gewesen ist.

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Eda Gregr
24.04.2007 um 17:52

Es sollte doch eigentlich im Interesse eines jeden Unternehmens liegen, dass dessen Führung was taugt. Um dies zu gewährleisten, setzt man zwar allerhand ausgeklügelte Verfahren ein, doch scheute sich meines Wissens bisher noch jede Firma davor, die einzige wirklich wissenschaftlich anerkannte Strategie einzusetzen: den Vergleich mit einer so genannten Kontrollgruppe, deren Entscheidungsfindungsprozess völlig zufallsgesteuert ist.
Konkret heisst das, dass man manche Führungspositionen mit charismatischen Leuten besetzt, die jedoch über absolut keine Fachkompetenz verfügen und ihre Entscheidungen aus völlig haarsträubenden Gründen fällen. Die Identität dieser Personen sollte aus verständlichen Gründen unter allen Umständen geheim gehalten werden.
Das Niveau der Erfolge dieser kontrollgeführten Abteilungen verdankt sich demzufolge einzig und allein dem Placeboeffekt und jede Abteilung, die nicht signifikant bessere Resultate liefert, hat schlicht und ergreifend einen Chef, der sein Geld nicht wert ist.

Ich möchte hier auch gleich die Gelegenheit nutzen und mich selbst für die Position des charismatischen Placebochefs empfehlen. Meine Qualifikationen sprechen für sich.

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Eda Gregr
26.10.2005 um 16:17

Heute habe ich Führungsqualitäten gezeigt. Auf die Frage hin, bis wann irgendetwas fertig sein würde, nannte ich gleichermassen bestimmt wie ahnungslos ein konkretes Datum. Daran wäre an sich noch nichts Besonderes, wenn die Person, welche mir die Frage gestellt hat, nicht gleichermassen beruhigt wie wohlwissend, dass ich keine Ahnung habe, gewesen wäre.
Mir deswegen aber gleich eine Führungsposition anzubieten, wäre nichtsdestotrotz übereilt.

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