Eda Gregr
18.06.2017 um 13:26

bike to work logoIm Juni fahre ich jeden Tag mit dem Velo zur Arbeit. Ich habe es auch schon im April und im Mai gemacht und ich beabsichtige es auch im Juli und August zu tun, doch für meine Leistung im Juni habe ich die Chance einen FLYER Flogo, ein Wellnesswoche im FidazerHof oder einen von weiteren über 1’698 fantastischen Preisen im Gesamtwert von über CHF 104’551 zu gewinnen.
Das ist übrigens der 7. von 10 Gründen, die auf der Webseite aufgeführt werden, warum man beim bike to work teilnehmen soll. Alle anderen Gründe sind nicht so sehr an die Aktion geknüpft sondern eher ans Velofahren selbst.

Serotonin und Dopamin (Punkt 1) wird schliesslich nicht nur dann ausgeschüttet, wenn man bei bike to work mitmacht – glaube ich. Und vermutlich sind auch der Aufbau von Fitness (Punkt 2) und der Abbau von Stress (Punkt 3) nicht von der Teilname an dieser Aktion abhängig.

Wenn es aber ums Sparen von Geld geht (Punkt 4), dann könnte bike to work entgegen seines Versprechens einen eher teuer zu stehen kommen – vorausgesetzt man gewinnt nicht einen der wertvolleren Preise – was ich eh nie tue… Wenn man nämlich nur den einen Monat mit dem Velo statt mit der ÖV zu Arbeit fährt, dann wird man sein Abo für diese Zeit wohl eher nicht zurückgeben. Damit spart man also nicht beim Transport, sondern bezahlt für den Verschleiss am Velo und für ein paar andere Dinge, wie wir gleich sehen werden.

Der Grund, der mir persönlich am meisten am Herzen liegt, ist die Sache mit der Umwelt (Punkt 5). Bis zum jetzigen Zeitpunkt (16.6.2017) habe ich 76 km zurückgelegt und damit angeblich 11 kg CO2 gespart. Das ist toll. Ich frage mich aber, ob diese Zahl auch berücksichtigt, dass ich aufgrund der zusätzlichen Anstrengung beim Trampeln wesentlich häufiger atme und damit mehr CO2 ausstosse, dessen Kohlenstoff ich über mehr Nahrung zu mir genommen habe, für welche ich mehr Geld ausgeben musste und für deren Produktion aller Wahrscheinlichkeit nach mehr CO2 drauf ging. Und dass ich jetzt mehr schwitze und trinke, insbesondere mehr Bier, welches auch nicht gratis ist, allerdings zwar meines Wissens in der Produktion mehr oder weniger CO2-neutral – nicht aber in Transport und – ganz wichtig – Kühlung. Und darüber, ob Bier auf lange Sicht gesund ist, streiten sich die Geister (sprich die Tschechen gegen den Rest der Welt.) Und dass ich mich und meine Kleider öfters wasche, geht ebenfalls ins Geld und  CO2.
Und das alles während meine S-Bahnen und Trams ungerührt getreu ihrem Fahrplan ihre Runden ziehen…

Es fördere den Teamgeist (Punkt 6) und es mache Spass den gemeinsamen Erfolg zu feiern. Mag sein, aber ich sage nur Bier…

Man komme seltener zu spät (Punkt 8), weil man von Verspätungen nicht betroffen ist. Also für mich als begeisterten Pendlerleser ist das eher ein Negativpunkt. Ich muss jetzt nicht nur die fehlende Pendlerlesezeit nachholen sondern auch diese gelegentlichen Verspätungslesebonizeiten. Nicht selten auf dem Klo bei künstlicher Beleuchtung.

Aber das Erlebnis geniessen kann man (Punkt 9), das stimmt. Weil ich Angst davor haben, dass die bike to work-App mir sagt, dass ich gestern schneller war als heute, wähle ich während diese Monats für jeden Arbeits- und Heimweg einen anderen Streckenverlauf. Und es ist tatsächlich wirklich schön auf diese Weise immer wieder neue Quartiere (und Kneipen) zu entdecken.
Dass die App es offenbar gar nicht drauf hat, meine Leistungen über den Monat hinweg zu analysieren und mich damit zu demütigen, sei mal dahingestellt.

Und zu guter Letzt appelliert bike to work tatsächlich an den Hipster in mir (Punkt 10). Velofahren ist nämlich im Trend, heisst es da, – sei es mit einem farbenfrohen Fixie, einem schnellen Renner oder einem gemütlichen Beach-Cruiser. Die können mich mal!

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Eda Gregr
29.08.2014 um 12:43

I am against religion because it teaches us to be satisfied with not understanding the world.
Richard Dawkins

Die Religion bringt einen neugierigen Geist nicht notwendigerweise völlig zum Schweigen, sie empfiehlt aber die Vernunft lieber mit Vorsicht zu gebrauchen.
So wird man durchaus dazu ermuntert, kritische Fragen zu stellen, doch sollte man dabei nie aus den Augen verlieren, dass diese kritischen Fragen stets nur eine Prüfung des Glaubens sind und dass am Ende immer der Glaube siegen muss. Sei es, weil man plausible Argumente gefunden hat, die das ehemals vermeintliche Dilemma auflösen, oder weil man es schafft, trotz des unauflösbaren vermeintlichen Dilemmas zu glauben.

Niemand bestreitet, dass sich Theologen seit jeher mit schwierigen Fragen beschäftigt haben und dass dabei sicherlich eine ganze Menge an Genialität in die Argumente eingeflossen ist.
Fraglich ist lediglich, wie mit den Antworten umgegangen worden ist, die nicht das gewünschte Ergebnis lieferten?
Wem soll man folgen, wenn die Logik etwas anderes gebietet als die Bibel?

Ich ziehe es vor der Logik zu folgen.
Andere hingegen der Bibel – und reden sich ein, dass alles, was von Gott kommt, zwangsläufig gut ist, und dass alles Gute, das schlecht erscheint, und alles Schlechte, das gut erscheint, lediglich eine durch die Ursünde bedingte Verwirrung des Menschen ist.

In dem Sinne:

Prüfet alles, behaltet das Gute.
1. Thessalonicher 5:21

Und tut es am Denkfest:

http://denkfest.ch/

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Eda Gregr
24.06.2014 um 17:08

god„Du sollst keine anderen Gott neben mir haben“ heisst eigentlich genauso wenig, dass es keine anderen Götter gibt, wie „Du sollst kein Schweinefleisch essen“ heisst, dass es keine Schweine gibt.
Das heisst nur, dass es kein Schweinefleisch auf deinem Teller, resp. in deinem Sandwich geben sollte. Mehr aber auch nicht.

Im Grunde macht ein solches Gebot überhaupt erst Sinn, wenn es mehr als nur einen Gott gibt. Dann ist es das Gebot, sich auf nur einen Boss zu konzentrieren, weil das ansonsten früher oder später zu einen Interessenkonflikt führen würde. Was im Grunde durchaus vernünftig ist, genau wie der Vorschlag das Morden lieber sein zu lassen oder möglichst nicht zu lügen oder dem Nachbarn seinen Erfolg zu gönnen. Allesamt ethische Richtlinien, auf die man auch von ganz allein kommt.
Ich meine, wenn es nur einen Gott gibt, dann wäre ein Statement doch wesentlich geeigneter als ein Gebot: „Ach ja, übrigens, es gibt nur einen Gott, und zwar mich. Die Vorstellung, dass ich jemand anders oder einer neben anderen bin, ist zwar nachvollziehbar, aber leider falsch. Ich bitte dies in Zukunft zu berücksichtigen, denn aus Gründen, die eure geistige Kapazität leider etwas übersteigen, lege ich sehr grossen Wert darauf, dass in diesem Punkt absolute Klarheit herrscht – sonst reagiere ich unbeherrscht.“
In diesem Fall ein Gebot draus machen zu wollen, ist etwa so sinnvoll wie: „Du sollst keinen anderen Mond haben neben dem einen am Himmel“. Wozu, um alles in der Welt sollte, man das überhaupt wollen?

Nein, das erste Gebot deutet, wenn überhaupt auf etwas, dann auf eine interessante Palette von Göttern mit vielfältigen Vorzügen. Und was es bezweckt, ist, seinen Schäfchen Scheueklappen anzulegen.

Wie wird der Gott der 10 Gebote da über jemanden richten, der sagt: „ich anerkenne zwar die Existenz vieler Götter, aber folgen werde ich allein dem biblischen“? Gott müsste ihn für das Missachten des 1. Gebots verurteilen. Ist das nicht absurd? Statt die zu belohnen, die sich für ihn entschieden haben, bestraft (oder zumindest bedroht) er die, die sich ein besseres Bild vom Pantheon zu machen versuchten – und das selbst dann, wenn sie sich am Ende doch entschieden haben. Offenbar traut er seiner PR selbst nicht so ganz.

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Eda Gregr
07.03.2014 um 13:56

Wie sehen laut Google-Image-Search die Vertreter der verschiedenen Weltreligionen aus?

Die Bilder sind natürlich nicht repräsentativ, doch vielleicht im Bezug darauf, welche Vorurteile man gegenüber den Religionen hegt.

Da Religionen ja für ihre Anhänger was wunderschönes sind, habe ich zur Eichung auch noch die Männer und Frauen dazu getan. Und zur Eichung in Sachen Hilfeleistung die Homöopathie – ich hoffe die Ironie ist niemandem entgangen.

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Eda Gregr
07.01.2014 um 19:40

Heute von der Post in meinen Briefkasten gebracht:

NotfallvignetteAdliswil
Die Notrufnummern stets zur Hand zu haben, ist natürlich eine gute Sache, und dass sie auf FSC-Papier gedruckt sind, ist auch vorbildlich. Woran ich mich indessen ein klitzekleines bisschen störe, sind die Sponsoren dieses Flyers.
Die Nummer eines Taxi-Unternehmens macht Sinn, schliesslich kann es vorkommen, dass man mal schnell irgendwo hin muss und nicht kann.
Drogerie und Therapiezentrum wären an sich auch nicht schlecht – zumindest, wenn deren Produktpalette was taugen würde. Ich habe ja nichts dagegen, wenn sich gesunde Leute hobbymässig von Scharlatanen das Geld aus der Tasche ziehen lassen, doch wenn es um einen Notfall geht, ist für solchen Blödsinn keine Zeit.
Im Therapiezentrum ist an der TCM ausser Placebo nicht viel dran und in der besagten Drogerie in den Mittelchen ausser Zucker nicht viel drin.

Insofern macht sogar der Foto-Express mehr Sinn auf dem Flyer. Manchmal braucht man nämlich tatsächlich notfallmässig Fotoabzüge.

Man kann gern seine Gesundheit in die Hände von Scharlatanen legen, das ist jedem selbst überlassen, doch dass man Flyer druckt und in der ganzen Gemeinde verteilt auf der neben wirklich wichtigen Nummern auch noch die Nummern von Sponsoren stehen, die Therapien verkaufen, deren medizinische Wirksamkeit umstritten ist, ist schon ein bisschen bedenklich.

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Eda Gregr
03.01.2014 um 23:57

die Jury ist doppelblind

Wenn ich sage, dass der DisOrganizer nur die Wahrheit, die reine Wahrheit und nichts als die Wahrheit berichtet, dann ist das gleichermassen nicht überraschend wie unglaubwürdig.
Wenn das aber jemand anders vom DisOrganizer sagt, dann sieht die Sache gleich ganz anders aus.
Und wenn es dann auch noch eine dritte Person sagt, dann gibt’s da nichts mehr dran zu rütteln.

Dashalb schreibe ich hiermit einen grossen Wettbewerb aus, in dem ich einen neuen Werbeträger oder eine neue Werbeträgerin für den DisOrganizer suche.

Nicht zögern und jetzt los legen!

Bewirb dich mit einem Bild, auf dem du irgendwie Werbung für den DisOrganizer machst.

Einzige Voraussetzung: Du solltest davon wissen, dass du dich als Werbeträger für den DisOrganizer bewirbst.

werbetraeger

Dieser hier weiss es wahrscheinlich nicht.
Nun ja, inzwischen wahrscheinlich schon.

Es lohnt sich: Unter den Einsendungen werden die besten 5 prämiert.
Und der überzeugendste Werbeträger wird offizieller Werbeträger des DisOrganizers. Was es aber genau umfasst ein offizieller Werbeträger des DisOrganizers zu sein, ist noch nicht wirklich ausgearbeitet, aber es wird garantiert spektakulär.

Bitte poste deinen Beitrag via tumblrDirektlink zur Upload-Seite
(Vergiss nicht, oben links als Beitragstyp Foto auszuwählen)

 

Das Kleingedruckte: Eingereichte Bilder sind bereits per se Werbung für den DisOrganizer und können vom DisOrganizer nach Lust und Laune verwendet werden. Es wäre nett, wenn du peinliche Bilder von dir einreichen würdest, mit denen man dich später erpressen kann. Nicht sehr, nur ein klitzekleines bisschen.
Die ständige Wiederholung des Markennamens DisOrganizer soll unterschwellig eine Zuneigung bei den Lesern erzeugen.

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Eda Gregr
05.10.2013 um 13:11

Wenn ein Schweizer in einem fernen Land aufgrund skurriler Vorwürfe verhaftet und angeklagt wird, inwiefern unterscheiden sich eure Bemühungen um die Freilassung, wenn keiner, einer oder zehntausend Leute diesbezüglich eine Petition an euch unterschreiben?

Dass der Aufwand bei medial sehr präsenten Themen der politischen Popularität zugute kommt und dass das sehr verlockend ist, ist mir schon klar. Doch wie kommen da all jene armen Schweine dazu, deren Geschichte es nicht in die Medien geschafft hat?
Vor allem wenn man bedenkt, dass wenn internationale Medien sich auf etwas einschiessen, dass dies durchaus eine psychologische Durchschlagkraft haben haben kann, die der eines Staatsmann in nichts nachsteht.
Mir ist aber auch klar, dass Verhandlungen hinter verschlossenen Türen wesentlich erfolgversprechender sein können als wenn ein Staatsmann öffentlich gegen ein anderes Land die moralische Keule schwingt. Sich also öffentlich in einem populären Fall zu äussern kann dem Politiker zuhause sehr wohl einiges an Prestige einbringen, dem Betroffenen in der Ferne aber das Leben erheblich erschweren, weil er damit zu einem politischen Spielball gemacht wurde. Wie gern gibt man schliesslich öffentlich fremden Fötzeln klein bei?
Und natürlich hat auch der Bundesrat nur eine begrenzte Menge an Zeit und Ressourcen zu Verfügung. Wie also soll er handeln? Wie ist der Sache am besten gedient?

Und was ist, wenn wie im Fall der Greenpeace Aktivisten die Anklage ihrer Sache weit mehr dient als eine von der Öffentlichkeit unbemerkte Aktion? Wenn sich hier die Politik auf Druck der Öffentlichkeit einschaltet, dann wurde sie doch gewissermassen von Greenpeace instrumentalisiert. Was auch irgendwie einen bitteren Nachgeschmack hinterlässt.

Ich denke, ich würde mir wünschen, dass der Bundesrat sich in allen Fällen gleich viel Mühe gibt. Doch wenn er Prioritäten setzen muss, dann soll er sich lieber der unspektakulären Fälle annehmen.

 

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Eda Gregr
29.08.2013 um 08:56

 

Da drehen ein paar Studenten einen Fake-Film, wo sie den Gedanken weiterspinnen, was es für ein Auto heisst, eine Gefahr zu erkennen, bevor sie entsteht. Als SciFi-Aficionado ist dieses Grossvater-Paradoxon natürlich ein alter Hut. Und spätestens seit der Kurzgeschichte Minority Report von Philip K. Dick wissen wir um die Gerechtigkeits-Problematik, wenn es um die zukünftige Verbrechen geht. Doch was Hilter betrift, so ist der Versuch ihn loszuwerden in den Zeitreiseliteratur dermassen ein Klassiker, dass man ihn inzwischen eigentlich bedenkenlos unternehmen darf.
Die Daimler AG, deren Mercedes-Benz den Führer als Kind überfährt, sieht sich aber nichtsdestotrotz in einer hübschen Zwickmühle. Zum einen wollen sie nicht bestreiten, dass ihre Technologie sowas wirklich drauf hat, und zum anderen wollen sie nicht verantwortlich sein für den Tod eines Kindes. Selbst dann nicht, wenn es Adolf Hitler ist und man wahrheitsgemäss behaupten könnte, man hätte das dritte Reich verhindert.
Ironischerweise ist eher letztes etwas paradox, denn in gewissem Sinne trägt der Autohersteller natürlich genauso eine Mitschuld am Tod eines verunfallten Kindes wie der Waffenhersteller am Tod eines erschossenen Kindes. Nicht die alleinige, wohlgemerkt, doch zumindest eine in dem Masse, wie er durch ein besseres Design diesen hätte verhindern können. Was aber wiederum heisst, dass durch diese in die Zukunft blickende Technologie sie eben doch die alleinige Verantwortung am Kind tragen würden. Und entsprechend wäre jedes von einem mit dieser Technologie ausgestatteten Mercedes getötete Kind ein zukünftiger blutrünstiger Tyrann. Ein sichereres und werbeattraktiveres Auto könnte es gar nicht geben, nichtsdestotrotz ein schwacher Trost für die Eltern.

Über die temporalen, technischen und ethischen Probleme will ich mich an dieser Stelle nicht weiter auslassen, sondern möchte nur mein Bedauern darüber ausdrücken, wie fantasielos die Daimler AG darauf reagiert hat. Sie hätte auch einfach erklären können, dass dieser Film Nonsens sei, weil die drei Gesetze der Robotik in der Software implementiert sei.

  1. Ein Auto darf kein menschliches Wesen verletzen oder durch Untätigkeit gestatten, dass einem menschlichen Wesen Schaden zugefügt wird.
  2. Ein Auto muss den ihm von einem Menschen gegebenen Befehlen gehorchen – es sei denn, ein solcher Befehl würde mit Regel eins kollidieren.
  3. Ein Auto muss seine Existenz beschützen, so lange dieser Schutz nicht mit Regel eins oder zwei kollidiert.

 

Und wenn ein kleiner Klugscheisser sie nach der Regel Null gefragt hätte, konnten sie sich ja immer noch damit rausreden, dass diese für den nächsten Update der Firmware geplant sei.

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Eda Gregr
08.07.2013 um 20:01

 

Ich frage mich, ob die Qualifikation, die einen befähigt gute Werbung zu machen (resp. für sich machen zu lassen), irgendetwas mit der Qualität dessen zu tun hat, wofür man diese Werbung macht? Sprich, kann ich daraus, dass die hier eine geile Werbung hingelegt haben, schliessen, dass demzufolge das Produkt ebenfalls geil sein wird?

So oder so, die Werbung hat mich überzeugt, ich brauche unbedingt auch ein paar Ninjas!

Aspirantinnen mögen sich bitte hier bewerben:

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Eda Gregr
19.06.2013 um 12:24

2013-06-19 11.47.33-1 Dass es die hohe Kunst der Mode ist, die verschiedenen Elemente von Outfit, Makeup und Accessoirs perfekt aufeinander abzustimmen, ist mir bekannt und ich glaube auch die eine oder andere diesbezügliche Referenz rekonstruieren zu können, einen Link zwischen zwischen Wollsocken und verführerischem Makeup habe ich bisher noch nicht einmal gesucht.
Abgesehen davon, dass ich in dieser Disziplin noch so manches zu lernen habe, stellen sich mir hier zwei brennende Fragen. Kann man von Opal-Wollsocken auf Smokey Eyes schliessen und umgekehrt? Und/oder versucht hier ein Wolleproduzent eine neue Fetisch-Sub-Kultur zu initieren?

Sachdienliche Hinweise in Form von Bildern sind sehr willkommen.

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Eda Gregr
24.09.2012 um 17:11

Vielleicht ist ja Gott wirklich ein ganz lieber und tut tagtäglich Gutes indem er Kranke und Sieche heilt und Zicklein vor dem Ertrinken rettet. Bloss dass es niemandem auffällt, weil der Teufel es mit seinen Missetaten statistisch exakt ausgleicht.
Das wäre zwar ein enormer Aufwand für den Teufel, der an Mächtigkeit die paar Wunder Gottes weit in den Schattens stellt, doch wer weiss…

Unter dem Strich wäre es in diesem Fall wohl besser, wenn sich Gott aus den Belangen der Welt raushält und sich darauf beschränkt beim Jüngsten Gericht den Nachschlag zu verteilen.
In diesem Fall gäbe es aber eine geradezu magnifizente Strategie, welcher der Satan folgen könnte: Gesetzt den Fall, dass es Gott wirklich gibt und er der biblische Gott ist und Jesus effektiv der einzige Weg zur Erlösung ist und alle anderen Wege schnurstracks in den Banketsaal des Teufels führen, dann wäre es die mit Abstand beste Strategie, die Gebete der Moslems zu erhören. Nur die herzensguten und es müssen längst nicht alle sein. Einfach deutlich mehr und deutlich deutlicher als der Zufall sie erfüllen könnte.
Für die Menschen gäbe es keinen Grund an Allah zu zweifeln. Wieso auch? Er offenbart sich mit seiner Barmherzigkeit und gern auch mit einer Prise Humor. Und wenn irgendwelche islamistischen Fanatiker völlig hirnverbranntes Zeug anstellen, dann deutet nichts an den Wundern des Teufels darauf hin, dass er den Blödsinn der Fundamentalisten irgendwie billigt.
Und auf der anderen Seite, würde es schon etwas seltsam klingen, wenn die Christen, die ihre Treue zu Gott und Jesus weiter halten, zerknirscht zu erklären versuchten, dass die Heilung eines krebskranken Kindes ein perfides Werk des Teufels sei.
Auf diese Weise würde der Teufel ein Paradies auf Erden und einen unerschöpflichen Nachschub an Seelen für die Hölle erschaffen.
Und hier wage ich mich jetzt etwas aus dem Fenster hinaus: Wenn stressfreie Rinder die besseren Steaks hergeben, dann würde es mich nicht wundern, wenn dies auch für stressfreie Seelen gilt.

Und diese Strategie ist selbst dann anwendbar, wenn der Teufel die oben erwähnten statistischen Signifikanzen verwischt. Er müsste einfach ein paar Anstrengungen mehr zugunsten einer der Religionen unternehmen. Bei der Mammutaufgabe sollte das aber eigentlich nicht mehr gross ins Gewicht fallen.

Aber wie gesagt, diese Strategie funktioniert wirklich nur, wenn es Gott wirklich gibt und er der biblische Gott ist und Jesus effektiv der einzige Weg zur Erlösung ist und alle anderen Wege schnurstracks in den Banketsaal des Teufels führen. Sprich, wenn wir die Bibel wörtlich nehmen.

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Eda Gregr
10.09.2008 um 14:00

Ich will hiermit keine weitere Web 2.0 Blase zum Platzen bringen, daher empfehle ich diese Frage eher rhetorisch zu verstehen, doch hat jemand von euch schon jemals auf eine Bannerwerbung geklickt? Oder kennt ihr jemanden, dem ihr das zutraut?
Plattformen wie Facebook (möge ihr Pimmel verschrumpeln und abfallen) sind milliardenschwer. Offenbar weil sich da Abermillionen von Leuten drin tummeln und Angaben über sich hinterlassen, die geradezu danach schreien kommerziell missbraucht zu werden. Doch ich lasse mir nichtsdestotrotz die Brüste nicht übers Internet vergrössern und auch das neue Buch von Jamie Oliver kann mir gestohlen bleiben. Ich werde mir keine Nikon kaufen und den neuen Swiffer hab ich schon. Ich kaufe durchaus dieses oder jenes auch mal übers Internet, jedoch in der Regel nur über Anbieter, denen ich halbwegs vertrauen zu können glaube. Werbung klicke ich jedoch nie an.
Nun gut, wenn Florian Flückiger sich nun für etliche Fillionen Franken Facebook unter den Nagel reisst (möge sein Pimmel verschrumpeln und abfallen), dann weiss er von mir, dass ich auf Science Fiction, Fotografie, Atheismus und eine ungerade Anzahl Brüste stehe. Er weiss womöglich auch, dass ich mir auf Youtube 17 Mal Schnappi angesehen habe und bei den Songs von Jennifer Lopez mit den Hintern mitwackle. Doch woran will er an mir verdienen? Nun gut, ich werde ihm gern monatlich 30 Rappen dafür zahlen, dass er meinem Arbeitgeber, den er ja auch kennt, nicht verrät, dass ich nackige Bilder von mir ins Web stelle, was der andererseits schon längst weiss, und weitere 70 Rappen, dass er ihm stattdessen zuspielt, dass ich auch in meiner Freizeit arbeitsbezogene Internetseiten konzentriert studiere. Aber darauf lässt sich doch kein Imperium aufbauen.
Das wäre ja genau so, also ob man Wohnungen an der Autobahn ganz besonders teuer vermieten möchte. Okay, es besteht schon die Chance, dass mal einer von der Fahrbahn abkommt und in mein Wohnzimmer kracht und die Versicherung mir dann einen brandneuen Fernseher zahlt, sich jedoch auf diese Weise die Wohnung möblieren zu lassen, ist schon etwas verrückt.

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Eda Gregr
10.03.2008 um 00:39

U1_untilthenWieso sträuben wir uns im Sport sowohl gegen chemisches Doping (z.B. Anabolika) wie auch gegen mechanisches Doping (z.B. Känguruprothesen), während wir offensichtlich nichts gegen psychisches Doping (z.B. Gehirnwäsche) einzuwenden haben? Welche dieser drei Varianten im Endeffekt am problematischsten sowohl für den Athleten als auch fürs Publikum ist, lässt sich indessen nicht so leicht bestimmen.
Wie bereits in einem früheren Beitrag bemerkt, liesse sich mit dem chemischen Doping zwar theoretisch Werbung machen, doch man tut es nicht. Wie die neuste Puma-Werbung zeigt, wird mit dem mechanischen Doping jedoch bereits Werbung gemacht, obgleich es dieses eigentlich noch gar nicht gibt. Was jedoch das psychologische Doping betrifft, so betreten wir das Territorium der Nationalen Sicherheit: Schmerzresistenz von der CIA, Hypnoseresistenz von der NSA, Einschüchterungsresistenz vom Mossad, Steuerresistenz von Lichtenstein und Logikresistenz vom Vatikan. Die Liste liesse sich endlos weiterführen.

Ich habe übrigens etliche empörte Kommentare zu diesem futuristischen Puma Spot gelesen, dass um Gottes Willen der Fussball so nie wird aussehen dürfen. Wieso nicht? Ist doch viel cooler so als in den öden Länderspielen. Würde Fussball im realen Leben so gespielt werden wie in der Werbung, das wäre cool. Oder Basketball! Eigentlich sind doch alle Sportarten cooler im Kino als im realen Leben. Auch Karate ist im Kino cooler. Kung Fu auch. Und auch alle andere Arten von gewalttätiger Auseinandersetzung. Gangster sind im Kino cooler, im realen Leben müssen sie sich verstecken. Autos sind im Kino schneller, im realen Leben gibt es stockenden Kollonenverkehr. Computer sind im Kino viel cooler, im realen Leben läuft auf ihnen Windows. Röcke sind im Kino kürzer, im realen Leben gibt es Leggins. Frauen sind im Kino heisser, im realen Leben wünscht man, dass sie doch heiser wären. Männer sind im Kino – nun ja – eigentlich genau so wie ich. Bier bleibt im Kino viel länger cool, im realen Leben ist es viel zu schnell ausgetrunken. Tische funktionieren im Kino als Schutz vor Kugeln, im realen Leben als Tische eben – um Blumenvasen auf sie zu stellen. Kerosin brennt im Kino, im realen Leben der Weihnachtsbaum.

Da fragt man sich doch, ob Kino und Werbung nicht vor dem schlechten Einfluss der Realität geschützt werden sollte?

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Eda Gregr
10.08.2007 um 11:43

U1_kidman_channel5-1Die Abflughallen sind schon eine Welt für sich. Man kann da Schnaps, Zigaretten und Parfums abgabenfrei erstehen – Zucker und Butter wohl theoretisch auch, doch das tut scheinbar keiner -, es werden Leute ausgerufen, deren Namen aus Lauten besteht, die noch nie ein Mensch zuvor artikuliert hat und Flüssigkeiten sind kein Aggregats- sonder ein Kriegszustand. Kurz gesagt, es ist eine hyperrealistische, global vernetzte, utopische Welt.
In der hyporealistischen, lokal geklusterten, geistig etwas rückständigen Welt, man nennt sie bisweilen auch Realität, habe ich gelernt den duftenden Tentakeln der Parfumverkäuferinnen in den Wahrenhäusern geschickt auszuweichen. Doch in den Flughäfen gelten andere Gesetze. Hier entrinnt man weder Scarlett Johansson „Eternity Moment“ von Calvin Klein, noch Gisele Bündchens „Liberté“ von Cacharel, noch Kate Winslets „Tresor“ von Lancôme.
Zumindest für mich verschmelzen nirgends sonst Duft und Ikone zu einer dermassen kompakten, sich aufdrängenden Einheit wie im aufgetakelten Ökosystem der Abflughallen. Doch meine Seele wehrt sich dagegen, sie weigert sich mir nichts dir nichts eine Identität zwischen Duft und Gesicht herzustellen. Und dieses Dilemma entfesselt in mir den unbändigen Drang mal an Scarlett, Gisele oder Kate zu schnuppern. Ich möchte erfahren, wie der Duft des Gesichts des Dufts riecht und zwar ohne den Duft.

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