Eda Gregr
24.06.2013 um 13:25

Ist dem Königreich wirklich mehr gedient mit einem hübschen Prinzen als mit einem sprechenden Frosch?
Man überlege nur mal, wofür man einen intelligenten, sprechenden Frosch alles einsetzen könnte: Nachrichtendienstaufgaben, Erkundungsmissionen, strategische Insektenbekämpfung und nicht zu vergessen Wiederbeschaffung von golden, in den Brunnen gefallenen Gegenständen.
Und wenn er sein „Talent“ an die nächste Generation vererben kann, dann wirds erst richtig spannend. Das Problem beim Planet der Affen war, dass die beiden Primatenarten um die gleiche ökologische Nische gerungen haben. Und sowas kann nicht gut ausgehen. Mit intelligenten Fröschen würde sich dieses Problem nicht stellen.
Natürlich müssten ein paar, für viele wohl unangenehme Grundsatzentscheidungen getroffen werden und den Fröschen die gleichen Rechte wie den Menschen eingeräumt werden (weil andernfalls leider sowas wie Čapeks Krieg mit den Molchen drohen würde). Doch wenn man das hinkriegt – und ich denke, dass dies durchaus im Bereich des Möglichen liegen sollte – dann könnten die beiden Spezies in einer Symbiose neue ungeahnte Stufen der Zivilisation erklimmen.

Ist es im Ausblick auf solche Möglichkeiten nicht ungeheuer egoistisch von der Prinzessin das Wohl der Reiches und der ganzen Menschheit zugunsten ihres Liebeslebens zu opfern? Sollten nicht ausgerechnet Prinzessinnen zu Anderem, Höheren erzogen worden sein?

Nun gut, vielleicht bin ich auch nur ein Idealist und die Prinzessin hatte das alles gründlich durchdacht. Und womöglich ist sie zum Schluss gekommen, dass die Risiken trotz allem die Chancen überwiegen. Und deshalb hat sie den Frosch auch nicht geküsst, sondern an die Wand geschmettert.

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Eda Gregr
07.06.2013 um 10:14



In einem anderen Artikel stellte ich die These auf, dass jegliche Magie in einer Ignoranz zur Biologie gründet. Hier ist es natürlich vordergründig die Physik, die nicht mitspielt, doch auch hier nur weil sie eine biologische Unzulänglichkeit korrigieren soll. Denn die hier humorvoll dargestellte, zur Transformation nötige Energie wird für einen Umwandlungsprozess verwendet, der biologisch weit unklarer, wenn nicht gar unmöglicher ist.
Der Clou ist nämlich der, dass das Energieproblem lediglich ein Energieerhaltungsproblem ist und im Prinzip lösbar. Sei es durch eine gaaanz, gaaanz langsame Transformation, welche die Energiebilanz des Königreichs nicht ganz so arg strapaziert. Oder indem man die aus der ersten Verwandlung zum Frosch frei gewordene Energie, abzüglich der durch die Entropie bedingten Abschreibungen, in einer Batterie speichert.
Persönlich neige ich dem zweiten Lösungsweg recht zu geben, denn wozu sonst sollte ein Frosch, und sei er auch adlig, einen Diener wie den eisernen Heinrich brauchen, wenn nicht zum Transportieren der zur Rückverwandlung notwenigen Akkus?

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