Intelligent Design

Kürzlich liess Jabba der Busch verlauten: „Wenn Sie mich fragen, ob die Menschen mit den verschiedenen Ideen konfrontiert werden müssen, lautet die Antwort: Ja. Nur so können sie verstehen, worum es in der Debatte geht.“ Das ist natürlich ein dankenswert gewichtiges Votum für die Meinungsfreiheit und ganz im Interesse der Demokratisierung der Welt. Doch bezog er sich damit auf die Frage, ob an amerikanischen Schulen neben der Evolutionstheorie auch das so genannte Intelligente Design unterrichtet werden sollte, und bescheinigte damit beiden Theorien ein gleich hohen Grad an Wissenschaftlichkeit.
Die Vertreter des Intelligent Design behaupten, dass gewisse Dinge einfach viel zu komplex seien um zufällig entstanden zu sein und es daher eine übergeordnete Intelligenz benötige, welche die Dinge geplant habe. Das ist ja gut und recht, doch stehe ich damit vor dem Dilemma, dass es keine Konstellation von Daten geben kann, die der Theorie widersprechen. Das ist insofern doof, als ich dadurch die Schöpfung zwar zu einer logisch-attraktiven Denkmöglichkeit gemacht habe, aber eben nicht zu einer wissenschaftlichen Alternative zur Evolutionstheorie. Wissenschaftlich können nämlich nur Theorien sein, die prinzipiell widerlegbar sind. Das heisst, wenn eine Konstellation von Daten denkbar ist (und sei sie noch so abstrus), die im Widerspruch zur Theorie steht.
Ich denke, es ist vor allem die Ehrfurcht vor der Komplexität und Perfektion unserer Welt, welche in den Augen der Vertreter des Intelligenten Designs die so simple Evolutionstheorie diskreditiert. Doch wenn ich nicht kapiere, wie ein so simples Prinzip wie die Evolution etwas so komplexes wie zum Beispiel das Auge hervorbringen konnte, dann folgt daraus nicht notgedrungen, dass es auf eine andere Weise entstanden sein muss. Vielleicht würde ein bisschen weniger Ehrfurcht vor der eigenen Intelligenz hier gar nicht schaden.
Natürlich sind gewisse Dinge verdammt komplex, doch wenn man sie sich genauer ansieht, merkt man schnell, dass sie nur gerade so komplex sind wie nötig. Und auch von Perfektion fehlt jede Spur. Die braucht es aber auch nicht.

Olympische Disziplinen

Dressurreiten und Synchronschwimmen verlangt Pferd und Reiter zweifellos eine ganze Menge ab, sie jedoch als olympische Disziplinen zu betrachten schiesst meines Erachtens doch ein bisschen am Ziel vorbei.
Sportarten, wo der schnellere gewinnt oder der, der weiter springt oder pinkelt, kann ich ja noch akzeptieren, aber bei allen anderen ist eine objektive Bewertung im Grunde doch die reinste Illusion. Man überlässt die Entscheidung Experten und akzeptiert, dass die schon wissen werden, was gut und was böse ist… Ist deutlich geworden, worauf ich hinaus will?