Eda Gregr
28.06.2017 um 09:07
Jan Žižka

Jan Žižka z Trocnova, der bedeutendst Heerführer der Hussiten

Hus, Luther, Zwingli, Calvin & Co stänkerten gegen die Kirche und lösten mit der Reformation eine Lawine aus, welche Europa in Schutt und Asche legen sollte.

Die Meinungsverschiedenheiten über das, was die Kirche tun und lassen sollte, führten zu Kriegen und kosteten Millionen von Menschen das Leben. Und selbst wenn man der Meinung sein sollte, dass die Kriege nichts mit der Kirche zu tun hatten, so bleiben noch immer die katholische Inquisition und ihre Pendants der anderen Konfessionen, welche sich zumindest darin einig waren, dass die Anhänger kleinerer Gruppen wie der Täufer konsequent ermordet werden müssen.

War es das wert?
Hat es sich gelohnt, die vielen (oder wenigen) Menschen umzubringen? Sei es um sie am Ausüben ihrer Religion zu hindern oder um selbst nicht deren Religion (oder auch nur Teile davon) übernehmen (oder sehen) zu müssen? Bestand da wirklich kein Raum für Koexistenz und Kompromisse?

Klar, Gott will nicht, dass man anders an ihn glaubt. Aber will er das wirklich sogar noch weniger, als dass Menschen leiden und sterben?

Die Frage geht an alle Anhänger von friedliebenden Religionen.
Wäre es einem friedliebenden Gott nicht lieber, wenn man zu einem falschen Gott betet, als wenn man sich die Köpfe einschlägt, um nicht zum falschen Gott beten zu müssen?

Die heiligen Texte sprechen da eine klare Sprache, aber das ist „natürlich“ nicht das was sie meinen.

Wieso nicht um des Friedens willen einfach die andere Religion übernehmen? Ganz nach dem Motto: Der Klügere gibt nach.
Klar, wenn die andere Religion dann irgendwann doch verlangt, dass ich jemandem den Kopf einschlage, weil er nicht zum gleichen Gott betet wie ich, dann ist es offensichtlich nicht eine friedliebende Religion. Und dann darf ich selbstverständlich gern den Leuten, die mich zwingen, anderen den Kopf einzuschlagen, den Kopf einschlagen, um niemandem den Kopf einschlagen zu müssen.

 

Ich bin Atheist, weil die Christen es mir erlauben.
Wenn sie mich fürs Nichtglauben bestrafen könnten, würde ich alles tun, was sie verlangen – ausser jemanden für Nichtglauben zu bestrafen.
Ich mache mich über das Christentum lustig, weil die Christen es mir erlauben.
Wenn sich mich für meine Spässe bestrafen könnten, würde ich die Klappe halten – ausser wenn sie jemanden für Spässe bestrafen wollen.

Wollen mich die Christen für mein Nichtglauben und meine Spässe bestrafen können?
Sie würden nicht mit der Kalberei ihrer Religion konfrontiert werden und sie bräuchten nicht zu fürchten, dass ihre Kinder die Kalbereien ihrer Religion als solche erkennen würden.
Würde es das wert sein, mich dafür leiden zu lassen?
Findet ein friedliebender Gott es okay, wenn ich nur zwischen schweigen und leiden wählen kann?

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