Eda Gregr
04.03.2014 um 11:52

Wenn die Ethik entsprechend dem humanistischen Ideal stets eine ausgehandelte ist, dann ist sie beliebig.
Dann wäre auch, wenn die Nazis den 2. Weltkrieg gewonnen hätten, der Genozid an den Juden ethisch gerechtfertigt.

Nicht notwendigerweise, denn man kann auch die Taten des Siegers für ethisch falsch halten, selbst wenn sie ein notwendige Voraussetzung für den Sieg gewesen sein mögen.
So erkenne ich auch durchaus den Benefit von gewissen unethischen Studien, dennoch lehne ich es dennoch ab, solche durchzuführen, selbst wenn dies mit den Kosten verbunden ist, dass man den Benefit später oder gar nicht erhält und entsprechend viele Menschen darunter leiden werden.

Aber vielleicht ist die Propagandamaschinerie tatsächlich stark genug und die Überzeugung, dass der Genozid richtig und wünschenswert war, hätte sich wirklich durchgesetzt.
Auch hier mangelt es nicht an Beispielen. So werden die gottbefohlenen Säuberungsaktionen an Hetitern, Girgaschitern, Amoritern, Kanaanitern, Perisitern, Hiwitern und Jebusitern im alten Testament von den christlichen Apologeten als moralisch richtig verteidigt.
Dem Humanismus bleibt hier aber zumindest die Chance, später noch seine Meinung zu ändern. Diese Möglichkeit wird den dogmatischen Wertesystemen aber wohl für immer verwehrt bleiben.

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