Pontifex-Dialoge: Es ist der Osten und Julia die Sonne

Seit mir der Papst für ein Twitter-Follow einen Ablass vom Fegefeuer offeriert hat, führe ich von Zeit zu Zeit kleinere Dialoge mit dem Pontifex. Dies ist ein weiterer davon:

Freitag, der 13. September

Papst Fran­zis­kus @Pontifex_de
Jesus ist die Sonne, Maria die Morgenröte, die uns seinen Aufgang ankündigt.

Eda Gregr @meskinaw
@Pontifex_de und wie spät ist es jetzt?

Ich liebe das Spiel mit Metaphern. Vor allem dann, wenn man mit ihnen voll gegen die Wand fährt. Was unweigerlich dann passiert, wenn man sich eine schöne Metapher aus-, sie aber nicht zu Ende denkt.

  • Jesus ist also die Sonne, welche vom Morgengrauen von der Morgenröte angekündigt wird.
  • Ist seine Kreuzigung dann der Sonnenuntergang (Karfreitag)? Was wäre dann aber seine kurzzeitiges Comeback (Ostersonntag)? Ein grüner Blitz (Gründonnerstag)?
  • Die Welt ist also ein Tag. Sie beginnt um Mitternacht mit der Genesis und endet um Mitternacht mit der Apokalypse. Und geht dann in eine nächste Runde?
  • Dass das Leben von Jesus aber mehr oder weniger die Hälfte der Universums einnimmt, ist schon krass logarithmisch.
  • Welches Ereignis aus dem Leben von Jesus symbolisiert wohl den Zenit, den Mittag, wenn die Sonne am höchsten steht, ab wann es dann wieder abwärts geht?

Okay, die Metapher ist vielleicht doch nicht so übel, wie es auf den ersten Blick erscheinen mag. Doch die Frage bleibt. Wie spät ist es jetzt?

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