Unser Umgang mit der Hitze

Also zuallererst möchte ich hier festhalten, dass ihr alles Memmen seid!
Kaum ist es mal ein bisschen wärmer, schon fangt ihr an zu jammern und zu stöhnen. Dass es viiiel zu heiss und alles sooo mühsam sei.
Alles was es braucht, ist ein bisschen Selbstdisziplin: Arbeitet einfach ein bisschen weniger! Und meine Damen, auch beim Rock kann man noch sparen.

Da man sich aber grundsätzlich nicht auf die Vernunft der Menschen verlassen kann, empfehle ich folgende Änderungen in der Bundesverfassung, die dem hitzebedingten Unwohlsein vorbeugen könnten:

  • Die Aufteilung von Tag und Nacht in gleichlange Zeitabschnitte wird abgeschafft und durch gleich viele Zeitabschnitte zwischen Sonnenauf- und -unter- und -unter- und -aufgang ersetzt. Das heisst, dass die Tagstunden im Sommer länger sind als die Nachtstunden und die Nachtstunden im Sommer kürzer sind als die Nachtstunden im Winter. Zu beachten gilt aber, dass der Stundenlohn keinen Unterschied zwischen Sommer und Winter macht, genauso wenig wie die Produktivität. Das heisst, dass man im Sommer für die gleiche Arbeit den gleichen Lohn hat wie im Winter – bloss mit ein bisschen mehr Zeit.
  • Weiter wird der Mittag für jeden Ort dergestalt bestimmt, dass es derjenige Augenblick ist, wo die Sonne im Zenit steht. Auf diese Weise würden die langen, nervenaufreibenden Schlangen in den Kantinen entfallen, weil die Leute je nicht mehr gleichzeitig Mittag haben würden.

Dass man auf die natürliche Stundenlänge sowie die individuelle Mittagszeit während der ganzen Industrialisierung verzichtet hat, lag an der technischen Unzulänglichkeit jener Epoche, doch mit unserer modernen Technik stellt das nun keinerlei Probleme mehr dar.

Und folgendes noch am Rande: Die Siesta wird ins Arbeitnehmerschutzgesetz aufgenommen.

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